London, Paris, Berlin, Rom… das sind alles europäische Hauptstädte, die jeder kennt – auch außerhalb Europas. Was ist aber mit all den anderen Städten, die keine Hauptstädte, aber trotzdem nennenswert sind? OK… Barcelona, Manchester, Mailand… kennt man aber auch schon! Wir haben mal ein bisschen weiter geschaut und ein paar andere Städtereiseziele unter die Lupe genommen.

Leipzig, Deutschland

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Foto: Flickr, Heribert Pohl

Leipzig ist eine dynamische Stadt in der Mitte Deutschlands und ein kulturelles, wissenschaftliches und wirtschaftliches Zentrum. Etliche Theater, Parks und ein großartiges Nachtleben machen das Leben in der Stadt interessant. Zusätzlich gibt es in Leipzig auch jede Menge Verlage und die Leipziger Buchmesse, weswegen sie auch “Buchstadt” genannt wird. Auch sportlich macht Leipzig eine gute Figur mit seinen vielen Sportvereinen und Sportstätten.

Leipzig wurde im Jahr 1165 das erste Mal urkundlich erwähnt und entwickelte sich bereits früh zu einem wichtigen Handelsplatz. Die berühmte Universität der Stadt entstand 1409 und bereits 1497 bekam Leipzig das Messeprivileg. In der Moderne kam der Stadt auch immer wieder eine politische Bedeutung zu.

  • Beste Reisezeit: Sommer
  • Was man morgens macht: Am Morgen macht man am Besten einen Stadtbummel, denn zur frühen Stunde ist die Stadt noch nicht so voll – da kann man Leipzigs Flair ganz gemütlich genießen.
  • Was man am Nachmittag macht: Jetzt ist es Zeit, ein paar der Sehenswürdigkeiten zu besuchen, wie das Völkerschlachtsdenkmal, das an die berühmte Schlacht bei Leipzig während der Zeit Napoleons erinnert. In der Stadt gibt es übrigens auch einen wunderschönen Zoo mit dem “Gondwanaland”, einer gigantischen Tropenhalle. Oder man macht einen Ausflug zu einem der vielen Seen, die um die Stadt herum liegen, wo man eine Bootstour oder andere Wassersportarten machen kann.
  • Was man am Abend macht: Abends sucht man sich für gewöhnlich eine nette Bar oder ein Restaurant, um den Tag ausklingen zu lassen – und in Leipzig gibt es von beidem genug. Dazu kommen verschiedene Clubs und Kinos und fast täglich gibt es irgendwo eine Abendveranstaltung … da ist für jeden was dabei.
  • Insider-Tipp: Die zwei Hauptflüsse Leipzigs, die Weiße Elster und die Pleiße, sind mit mehreren Kanälen verbunden, die sich durch verschiedene Teile der Stadt ziehen. Auf diesen kann man Kanu-Touren machen und Seiten der Stadt entdecken, die man von der Straße aus gar nicht sieht.

Namur, Belgien

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Foto: Flickr, photophilde

Namur ist eine Stadt in Wallonien und liegt am Zusammenfluss von Sambre und Meuse. Die Regierung und das Parlament Walloniens haben hier ihren Sitz. Außerdem ist Namur das Tor zu den Ardennen und hat sich zu einem beliebten Touristenziel entwickelt. Namur ist aber dennoch nicht so überfüllt wie andere größere Städte. Viele historische Gebäude stehen heute noch in der alten Stadt. Zudem finden in Namur Events wie das “Festival des arts forains” und das “Fêtes de Wallonie” statt.

Das Gebiet in und um Namur ist wahrscheinlich schon seit 8000 Jahren besiedelt. Auch während der Römerzeit wurde der Ort strategisch genutzt und die Zitadelle Namur errichtet, eine der größten Festungen Europas. Im Laufe der Geschichte befand sich die Zitadelle in den Händen von Niederländern, Spaniern, Franzosen und Österreichern. Nach der Belgischen Revolution kam sie wieder in Besitz der Belgier.

  • Beste Reisezeit: Im Sommer ist das Wetter perfekt, um ein Picknick am Wasser zu genießen.
  • Was man morgens macht: Als erstes sollte man sich auf den Weg zur Zitadelle machen. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die aufgehende Sonne und auf den Zusammenfluss von Sambre und Meuse. Die Festung wurde genau dort errichtet, um die Stadt und die Brücke über die Meuse zu schützen. Man kann übrigens auf dem gesamten Gelände umherlaufen und geheime Pfade und Pforten erkunden.
  • Was man am Nachmittag macht: Am Besten geht man in Ruhe in der idyllischen Altstadt spazieren, z. B. Richtung des alten Glockenturms, auch Tour Saint-Jacques genannt, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und früher Teil der Stadtmauer war. Die “Halle al’Chair”, die Gildenhalle, ist ein weiteres Bauwerk, das man auf jeden Fall gesehen haben muss. Die Gildenhalle wurde einst für die Metzger der Stadt errichtet und wird heute als Museum genutzt.
  • Was man am Abend macht: Wie wäre es mit einer Aufführung im “Théâtre Royal de Namur”? Das Gebäude befindet sich im Herzen der Altstadt und wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. Das aktuelle Programm gibt es hier! Immer noch nicht müde? Dann auf ins VinoVino auf ein Glas Wein oder ein belgisches Bier mit Livemusik in der Pianobar.
  • Insider-Tipp: Für die Planung des Trips durch die Stadt kann man eine Mp3-Tour aus dem Internet herunterladen, die einiges über die historischen Gebäude der Stadt zu erzählen weiß. Beim Gang durch die Stadt kann man übrigens Bronzeschellen auf dem Boden sehen. Achtung! Folgt man diesen bis zum Ende findet man sich in Santiago de Compostella wieder.

Brighton, UK

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Foto: Flickr, Beverley Goodwin

Brighton ist eine Küstenstadt im Süden Englands, etwa eine Stunde mit dem Zug von London entfernt. Die Stadt hat eine lange liberale Tradition, was sich z. B. in der großen Schwulen- und Lesbengemeinde der Stadt und der Kunstszene widerspiegelt.

Eine enorme Sanierungswelle hat das Bild der Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts drastisch verändert. Die billigen Preise und die Nähe zu London haben Brighton zu einer Künstlerstadt gemacht. Außerdem gibt es in Brighton tatsächlich eine große Anhängerschaft der Jedi aus Star Wars.

  • Beste Reisezeit: Wegen seiner Küstenlage bietet sich natürlich der Sommer besonders an.
  • Was man morgens macht: Obwohl das Vereinigte Königreich für sein deftiges Frühstück bekannt ist, gibt es in Brighton eine Menge vegetarischer und veganer Cafès, die eine gesunde Alternative für den Beginn des Tages anbieten, am Besten am Brighton Pier.
  • Was man am Nachmittag macht: Zweimal im Jahr öffnen die Künstler der Stadt während des Brighton Festivals ihre Häuser für kunstinteressierte Menschen, jeweils im Mai und vor Weihnachten. Das gibt Kunstliebhabern einen tieferen Einblick in den Kontext der Kunstwerke und den Künstlern wiederum ein breiteres Publikum. Danach kann man klassisch Fish and Chips bei “Bankers” essen gehen.
  • Was man am Abend macht: In Brighton gibt es für jeden etwas. Kemp Town ist das berühmte Schwulenviertel und in der West Street findet man eher klassische Bars.
  • Insider-Tipp: In der North Lane kann man viele einzigartige Dinge und ein paar echte Schnäppchen in den vielen Boutiquen und Second-Hand-Läden erstehen.

Valencia, Spanien

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Foto: Flickr, O Palsson

Valencia ist aus vielen Gründen eine der beliebtesten Städte Spaniens. Zu allererst aufgrund des Wetters, denn es ist fast immer sonnig und warm – sogar im Winter. Außerdem liegt die Stadt am Meer, und wenn man etwas außerhalb der Stadt einen schönen Strand sucht, wird man auch fündig. Hinzu kommen die Menschen der Stadt, die immer ein freundliches Wort übrig und Lust zum Feiern haben. Nicht zu vergessen das Essen – Valencia ist die Heimat der Paella, dem wohl bekanntesten spanischen Gericht.

Valencia ist die Hauptstadt der gleichnamigen autonomen Gemeinschaft. Während des Mittelalters wurde die Stadt zuerst von den Muslimen erobert und danach von den Christen. Beide Kulturen haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Aber auch aus der Moderne gibt es architektonische Bauwerke. Valencia ist zudem berühmt für die “Fallas”, eine riesige, traditionelle Feier, die über mehrere Tage im März stattfindet.

  • Beste Reisezeit: Wie gesagt, ist Valencia eigentlich über das ganze Jahr eine Reise wert. Aber der März mitsamt der Fallas hat es besonders in sich.
  • Was man morgens macht: Man sollte den Tag mit einem Spaziergang durch die Straßen der Altstadt beginnen. Der Großteil des kulturellen Erbes findet sich hier, wie die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, die Quart-Türme des ehemaligen Stadttors oder der Lonja de la Seda, früher die Seidenbörse der Stadt und heute Sitz der Kulturakademie.
  • Was man am Nachmittag macht: Wenn die Sonne am höchsten steht, kann man sich die Zeit in einem der vielen Museen der Stadt vertreiben. Beispiele sind das “Museo de Bellas Artes” oder die “Ciudad de las Artes y las Ciencias” (Stadt der Kunst und Wissenschaft), die oben im Bild zu sehen ist. Hier gibt es auch ein ozeanografisches Museum, ein IMAX-Kino, einen botanischen Garten und eine Oper. Wenn sich danach der Hunger meldet, kann man am Strand Malva-Rosa ein paar berühmte Restaurants aufsuchen. Da man ja dann schon einmal am Strand ist, kann man hier noch ein wenig ausspannen.
  • Was man am Abend macht: Valencia ist für sein reges Nachtleben bekannt. Eines der bekanntesten Viertel in dieser Hinsicht ist “Benimaclet”, wo auch viele Studenten leben. Auch “El Carmen” in der Altstadt ist hierfür ein Begriff. In beiden Vierteln gibt es jede Menge Bars und Clubs. Als Drink sollte man sich “Agua de Valencia” bestellen, ein Cocktail mit Wodka, Orangensaft, Zucker und Cava, einem perlenden spanischen Wein.
  • Insider-Tipp: Wenn man die üblichen Touristenströme in der Stadt vermeiden möchte, kann man sich in etwas unbekannteren Vierteln die Zeit vertreiben, die dennoch genauso viel zu bieten haben, wie z. B. Ruzafa. Oder man fährt in eines der idyllischen, umliegenden Dörfer, wie Alboraia.

Den Bosch, Niederlande

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Foto: Flickr, Bert Kaufmann

Der offizielle Name der fünftgrößten niederländischen Stadt Den Bosch lautet ‘s-Hertogenbosch. Die mittelalterliche Stadt wurde um die berühmte Kathedrale herum errichtet. Den Bosch ist ein kulturelles Zentrum, das eine Menge Museen, Theater und Festivals beheimatet. Besonders bekannt sind “Jazz in Duketown” und die “Bosch Parade”.

In Den Bosch steht das älteste Backsteingebäude der Niederlande. Das “De Moriaan” wurde im 13. Jahrhundert errichtet und dient heute als Toursimusbüro und als Bar.

  • Beste Reisezeit: Im Frühling ist es immer schön in Den Bosch, wenn es ein bisschen wärmer geworden ist. Mit dem Regen muss man allerdings ein wenig Glück haben.
  • Was man morgens macht: Das Viertel “Uilenburg” ist definitiv einen Besuch wert. In den 60er und 70er Jahren wurde das Viertel ziemlich vernachlässigt, aber heute ist es einer der schönsten Orte der Stadt mit vielen kleinen Restaurants und Kneipen. Der Kanal “Binnendieze” fließt durch das Viertel. Die meisten Straßen sind autofrei, sodass man in Ruhe draußen sitzen kann, um seinen Kaffee zu genießen. Außerdem gibt es eine Menge kleiner Boutiquen.
  • Was man am Nachmittag macht: In Den Bosch muss man unbedingt einen “Bossche bol” probieren, ein traditionelles Schokoladenbällchen, das man in fast jeder Bäckerei findet. Es ist größer als ein Tennisball und meistens mit Sahne gefüllt. Einheimische sagen, dass man im “Jan de Groot” die Besten bekommt.
  • Was man am Abend macht: In der Parade- und der Karrenstraat gibt es eine große Auswahl an netten Bars. Zum Tanzen geht man am Besten in den Club “P79”.

Palermo, Italien

GoEuro 10 Non-Capital Cities, Palermo

Foto: Flickr, Andrea Calcagno

Palermo ist die Hauptstadt der italienischen Insel Sizilien und liegt direkt am Meer. Die Stadt ist über 2700 Jahre alt und voller Geschichte, Kultur und Kunst sowie gespickt mit guten Restaurants. Zusätzlich findet man in der sonnigen Stadt eine Menge historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten sowie eine aktive Musikszene.

Gegründet wurde Palermo von den Phöniziern, die ihr den Namen “Zyz” gaben, zu deutsch Blume. Es folgten verschiedene Epochen unter wechselnder Herrschaft. Nach der römischen Zeit herrschten germanische Stämme über die Stadt, bevor die Byzantiner die Macht übernahmen, die wiederum von den Muslimen verdrängt wurden. Am Ende fielen die Stadt und die Insel wieder an christliche Herrscher.

  • Beste Reisezeit: Im Frühling und im Herbst ist es nicht so heiß und die Stadt ist nicht so überlaufen.
  • Was man morgens macht: Zuerst gibt es ein Frühstück der sizilianischen Art – mit Granita (einer gefrorenen Süßspeise) und Brioche (einem traditionellen Gebäck). Solange es noch nicht so warm ist, kann man sich ja schonmal auf Sightseeingtour begeben. Die Kathedrale, die Katakomben oder der Palazzo dei Normanni müssen auf jeder Liste stehen. Und natürlich die Fontana Pretoria, einer der schönsten Brunnen der Welt, der ursprünglich in Florenz stand und 1581 nach Palermo gebracht wurde.
  • Was man am Nachmittag macht: Sofern man nach dem Sightseeing kein Nickerchen machen möchte, sollte man in Richtung Strand gehen. Mondello (im Bild zu sehen) gilt als der schönste der Stadt. Alternativ geht es hinauf auf den Monte Pellegrino, einem Berg außerhalb der Stadt. Goethe hat ihn auf seiner Italienreise besucht und später auch beschrieben.
  • Was man am Abend macht: Nach einem ereignisreichen Tag mit vielen Eindrücken kann man den Tag ganz entspannt in einem der vielen Restaurants der Stadt ausklingen lassen. Ein Gourmet-Dinner in der “Osteria dei Vespri Piazza Croce dei Vespri”, ausgefallenes Essen im “Cocoa Jazz Restaurant” oder vielleicht doch die Szenebar “Berlin Caffé” – jeder kommt auf seine Kosten.
  • Insider Tipp: Palermo ist voller kleiner und großer kulinarischer Highlights. Bei einem Besuch sollte man auf jeden Fall einige davon probieren, vor allem die vielen Straßenverkäufe. Zwei Beispiele sind Franco u Vastiddaru und Antica Focacceria S. Francesco – in letzterem sollte man unbedingt das Focaccia essen.

Marseille, Frankreich

GoEuro 10 Non-Capital Cities, Marseille

Foto: Flickr, Selden Vestrit

Mit seiner reichen und einzigartigen Geschichte ist Marseille vielleicht die französischste aller Städte Frankreichs. Marseille liegt am Mittelmeer, hat ein wunderbares Klima und ist fast das ganze Jahr hindurch sonnig. Die Weltstadt besitzt eine starke eigene Identität und liegt darüber hinaus noch in einer der schönsten Regionen Frankreichs – der Provence.

Marseille ist eine sehr alte Stadt und wurde ca. 600 v. Chr. von den Griechen gegründet. Schon damals hieß die Stadt “Massalia” bzw. unter den Römern “Massilia”. Als strategisch wichtiger Hafenort am Mittelmeer ist die Stadt im Laufe ihrer Geschichte reich geworden. Marseille gab sogar der französischen Nationalhymne (La Marseillaise) ihren Namen, da die Bürger der Stadt dieses Lied auf den Schlachtfeldern der Fränzösischen Revolution gesungen haben.

  • Beste Reisezeit: In den Monaten Juli und August ist die Stadt voller Besucher. Wer lieber weniger Trubel um sich herum möchte, kann auch zwischen April und Juni oder im September und Oktober nach Marseille fahren – da ist das Wetter ebenso gut!
  • Was man morgens macht: Für den Tagesstart empfiehlt sich der Besuch der Altsadt. Vor allem die Viertel Vieux-Port (der alte Hafen) und La Cannebière, direkt am Meer, sind atemberaubend. Dort gibt es eine Menge Cafés und Restaurants, wo man in kleinen Straßen in der Sonne sitzen kann. Der beste Aussichtspunkt ist die Kirche Notre-Dame de la Garde, die von den Bewohnern der Stadt liebevoll “La Bonne Mère”, die “gute Mutter” genannt wird.
  • Was man am Nachmittag macht: Außerhalb der Stadt findet man fjordartige Schluchten am Meer, Calanques genannt, die eine einzigartige Landschaft darstellen. In den Buchten kann man wunderbar schwimmen gehen. Sie sind meist über Land, manchmal aber auch nur per Boot zu erreichen.
  • Was man am Abend macht: Zuerst stärkt man sich am Besten mit einer kräftigen Bouillabaisse in einem der schönen Restaurants in der Altstadt. Danach kann man im Viertel Vieux-Port oder im 6. Distrikt prima tanzen und feiern gehen. Für Elektro-Fans sind die Clubs “La Dame Noir” oder “Trolleybus” ein heißer Tipp.
  • Insider-Tipp: In Marseille gibt es den Distrikt Cours Julien, der eine einzigartige Straßenkünstler-Szene zu bieten hat. Dort findet sich auch das Atelier Juxtapoz, das ebenfalls eine Menge Kunst zu bieten hat.

Lugano, Schweiz

GoEuro 10 Non-Capital Cities, Lugano

Foto: Flickr, Bastian Greshake

Lugano ist die größte Stadt des Schweizer Kantons Tessin und berühmt für seine Kasinos und Banken. Die Stadt liegt am Luganersee und ist von den Bergen Monte Bré, Monte San Salvatore und dem Sighignola umgeben. Lugano ist auch ein beliebtes Ziel für Outdoor-Sportler, da es in und um die Stadt eine Menge Parks sowie Wander- und Radwege gibt. 1996 wurde die “Università della Svizzera Italiana”, die Universität für italienisch sprechende Schweizer gegründet, die auch enge Beziehungen zu den Hochschulen Norditaliens unterhält.

Keine andere Stadt außerhalb Italiens ist so italienisch geprägt wie Lugano. Der Name der Stadt geht auf die lateinische Bezeichnung “lucus” zurück, was so viel wie “heiliger Wald” bedeutet. Das Gebiet wurde schon von Kelten und Etruskern bevölkert. Im Laufe der Geschichte haben sich viele Nationen um die Stadt gestritten – letztendlich steht Lugano seit 1513 unter schweizer Kontrolle.

  • Beste Reisezeit: Im Frühling, wenn die Kamelien blühen, ist es besonders schön – aber auch während des restlichen Jahres gibt es viel zu erleben und zu entdecken.
  • Was man morgens macht: Den Tag mit einer Sightseeingtour beginnend, startet man am Besten an der Kathedrale San Lorenzo und sollte auch die Kappele Santa Maria degli Angeli und die Kirche Santo Stefano nicht verpassen. Wer keine Kirchen besichtigen möchte, sollte sich die Galerie Buchmann und die Galleria Photographica FineArt auf den Plan schreiben.
  • Was man am Nachmittag macht: Für jeden Schokoladenfan ist die Schokoladenfabrik Alprose ein wichtiges Ziel. Verschiedene Ausflugsvorschläge sind ein Trip auf den Monte Bré oder eine Bootstour auf dem Luganersee. Sportlich aktive Menschen können die weitläufigen Wander- und Radwege nutzen, die sich in der näheren Umgebung befinden.
  • Was man am Abend macht: Am Abend sollte man zunächst erstmal die schöne Stadt bewundern, die in tausenden Lichtern erstrahlt. Danach macht man sich am Besten schick und versucht sein Glück im Kasino. Wer weniger risikofreudig ist, kann einen der vielen Clubs besuchen, wie den “Quyn Club” oder das “Blu Martini”.

Braga, Portugal

GoEuro 10 Non-Capital Cities, Braga

Foto: Flickr, yeowatzup

Braga ist ein wahres Museum der römischen, gothischen und muslimischen Architektur. Wunderschöne Kirchen, exotische Paläste und liebevoll gestaltete Gärten geben der Stadt einen ganz eigenen Charakter. Ein einfacher Spaziergang durch die Stadt ist eine absolute Augenweide. 2012 wurde Braga zur Jugendhauptstadt Europas gewählt.

Braga ist die älteste Stadt Portugals und aufgrund seines reichhaltigen kulturellen Erbes auch als das “portugiesische Rom” bekannt. In Braga befindet sich übrigens die älteste Universität Portugals.

  • Beste Reisezeit: Die “Heilige Woche” ist in Braga sehr beliebt und eine der spektakulärsten in ganz Portugal. Dieses Jahr beginnt sie im April.
  • Was man morgens macht: Die älteste Stadt Portugals ist voller Monumente und historischer Gebäude, die man als Besucher auf keinen Fall verpassen sollte. Vor allem ist die Kirche “Born Jesus do Monte”, die mit ihren zahlreichen Brunnen und der Zickzack-Treppe ein einzigartiges architektonisches Baudenkmal ist, zu nennen.
  • Was man am Nachmittag macht: Zurück in der Altstadt von Braga, stehen die nächsten Sehenswürdigkeiten auf der Liste. Die Kathedrale Sé aus dem 11. Jahrhundert ist die älteste Portugals. Der ehemalige Bischofspalast “Antigo Paço Episcopal” ist mit wunderschönen Gärten umgeben, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind und auch rege von Einwohnern und Besuchern genutzt werden. Im Herzen der Stadt, dem “Praça da República”, kann man den Nachmittag mit einem Kaffee im “Vianna Café”, dem ältesten der Stadt, ausklingen lassen.
  • Was man am Abend macht: Als Universitätsstadt hat Braga ein lebendiges Nachtleben zu bieten. Am Besten startet man den Abend mit einem klassischen Menü aus “Frigideiras” (einem salzigen Strudel), gebratenem Ziegenfleisch und einem Glas Vinho Verde. Danach bekommt man im “Deslize” ein paar gute Cocktails oder im Club “Lagars” einige Tanzeinlagen zu sehen.
  • Insider-Tipp: Man sollte sich unbedingt die Zeit für einen Besuch des “Peneda-Gerês” nehmen, Portugals einzigem Nationalpark. Hier gibt es Wölfe und Adler sowie eine üppige Vegetation zu sehen. Zudem kann man hier verschiedene Wassersportarten betreiben.

Krakau, Polen

GoEuro 10 Non-Capital Cities, Krakau

Foto: Flickr, Kamil Porembiński

Krakau ist eine der bezauberndsten Städte Polens, in der jeder etwas für sich zu entdecken findet. Neben den vielen kulturellen Highlights und historischen Sehenswürdigkeiten bietet Krakau hochklassige Restaurants, Cafés, Hotels und Clubs. Auch das Shoppingangebot der Stadt kann sich sehen lassen. Viele junge Menschen kommen deshalb jeden Tag hierher. Die Altstadt Krakaus wurde 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das Wetter ist im Sommer sonnig und heiß und die Winter sind schneereich und gemütlich.

Von 1038 bis 1569 war Krakau die Hauptstadt Polens. Die Stadt ist voller Mythen und Legenden – angeblich hausen in den Katakomben unter der Burg Wawel sogar Drachen! Aus diesen Legenden entstand sogar der Name der Stadt, der sich auf den mythischen Herrscher Krak zurückführen lässt, der die Stadt angeblich auf einer Drachenhöhle errichtet hatte. Ein ehemaliger Bischof der Stadt, Karol Józef Wojtyła, ist der Welt als Papst Johannes Paul II. bekannt.

  • Beste Reisezeit: Die Hauptreisezeit ist der Sommer. Jedoch sind auch die warmen Frühlingsmonate und die goldene Herbstzeit eine Empfehlung. Die verschneiten Winter eignen sich sogar zum Skifahren in den Tatra-Bergen.
  • Was man morgens macht: In den Morgenstunden sieht die Stadt besonders schön aus und ist noch nicht so überfüllt – also die beste Zeit für einen Stadtbummel. Ziel Nummer 1 ist natürlich die Burg Wawel, die über der Stadt thront. Sehenswert ist auch der Zoologische Garten und der See Zakrzowek, eine versteckte Lagune in einem alten Steinbruch. Es gibt übrigens auch kostenlose Stadtführungen.
  • Was man am Nachmittag: Krakau hat eine Unmenge an Museen zu bieten: das Nationalmuseum, das Archäologie Museum, das polnische Luftfahrtmuseum und noch viele mehr. Auch das jüdische Viertel, einst eines der größten der Welt, ist einen Besuch wert. Mehr in Bewegung kommt man bei einer Runde Laser-Tag oder Paintball.
  • Was man am Abend macht: Krakau bietet viele Clubs, Bars und Kneipen, vor allem in der Altstadt. Für eine kleine Stärkung sorgt eine “Zapiekanka”, ein typisch polnisches Fast-Food, ähnlich einem Croque. Falls man am Morgen keine kostenlose Stadtführung machen konnte, wieso dann nicht in der Nacht?
  • Insider-Tipp: Außerhalb der Stadt liegen die wunderschönen Tatra-Berge, die immer für eine Wanderung gut sind. Auch der idyllische Ort Zakopane, der unter Wintersportfans bestimmt bekannt ist, liegt nicht weit entfernt.
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