24. Februar 2014

“Unpacking Travel” ist unser Wochenrückblick auf die Reisewelt. News zur Reise- und Transportbranche, Reiseblogs und die Beiträge der Reiseredaktionen finden hier noch einmal Beachtung. Unser Wochenrückblick bringt etwas Übersicht in die neusten Trends und Ereignisse rund um die Themen “Transport und Reisen”.

Kalenderwoche 9. Neun, Noin, Nine, Nein! Das gibt es ja wohl nicht. Ich bin in Amerika bisher niemals südlich von Washington D.C.gewesen. Das finde ich mir selbst gegenüber relativ unvermittelbar. In letzter Zeit ist in mir insebsondere der Wunsch nach Kuba zu fliegen gereift. In erster Linie wohl, weil das Kubanische Touristenbüro clever investiert und so… Inception – aber was solls, die Versprechung mit einer Zigarre und einer undefinierbaren Buddel Rum in der Hand Revolutionär zu spielen, also den ultimativen Ferienkommunismus zu leben, muss mir kein Touristenamt schmackhaft machen. Was in Kuba so passiert, erfuhr ich von Morten & Rochssare auf Reisedepeschen. Wobei der Artikel zwar jetzt erschienen ist, die Reiseerfahrung aber bereits 2011 stattgefunden hat. Aktuell ist der Hörbericht von GEO-Audio über Kuba. Kuba ist irgendwie mein persönlicher Tokeh Beach, so ein quasi-mythischer Ort, unzugänglich und verheißungsvoll. Mein persönliches Tijuhana, Sehnsuchtsort der mich glücklich macht – also machen würde. Halt Stopp! Korrekterweise müsste es heißen: Ort der mich glücklich macht, durch die Vorstellung die ich ich davon habe, wie es wäre dort zu sein. Deshalb traue ich mich nicht wirklich hin. Ein Freund von mir ist da noch konsequenter und will seit einigen Monaten unbedingt nach Panama, auch nachdem ich ihm gesagt habe, dass es dort nicht wirklich Tiegerenten gibt, hält er an diesem Irrsinn fest. Ich persönlich möchte jedenfalls dieses ganz konkrete Gefühl, dass meine Eltern mir mit der Janosch-Lektüre vermittelt haben nicht aufgeben. Selbst wenn ich sage es gibt keine Tiegerenten in Panama – damit meine ich das Panama was man findet wenn man die Buchstabenfolge auf Wikipedia sucht – gibt es eben noch das andere Panama. Ein magischer Ort den es nicht gibt und doch gab, bevor man gelernt hat, dass es ihn nicht geben kann. So bleibt eine Restchance das es stimmt, vielleicht Irre ich mich, vielleicht gibt es sie doch. Vielleicht war das Mittelalter ja auch gar nicht so schlecht. Vielleicht sollte ich mich eher auf das Hier und Jetzt konzentrieren.

Wusstet ihr das man durchs Reisen Geld spart? Ich persönlich habe die Rechnung schon oft gemacht und es klappt – bis auf die Tatsache, dass ich nicht aufhören kann, mir unbekanntes Essen zu kaufen und so schlussendlich doch immer einige hundert Euro zu viel ausgebe auf meinen Reisen. Der Autor, Florian Blümm, kann…

“…Thailand und Mexiko uneingeschränkt empfehlen. Für den gleichen Lebensstandard zahlt man dort viel weniger als in Europa oder in den USA. Es gibt alle gewohnten Annehmlichkeiten und keinen Winter.”

Toll! Wenn das mal nicht das Zitat der Woche ist. Solche Sätze kommen gerade heute gut an, wo der Frühling sich langsam anmeldet und man wieder ahnen kann wie viel schöner alles ohne den Winter sein wird.

Mir fällt kein Übergang ein – aber ich bin drauf und dran mich einen Fan dieses neuen Reisebloggs zu nennen. Ich teile Evas Art zu reisen aus ganzem Herzen und sitze selbst am liebsten mit einem Getränk oder zwei einfach da und lass alles mal ein bisschen wirken. Es gibt an unbekannten Orten doch genug zu sehen, warum muss man dann die eigentlich uninteressanten Attraktionen mitnehmen. Also kann man ja auch mal machen, will hier nicht so wertend rüberkommen… mein ja nur.

Zum Schluss sollte man den Leser mit etwas Seichtem in den Feierabend schicken. Also Schluss mit Schwermut. Überschrift der Woche:

Frühstück im Hotel: Alles muss man selbst machen

Die Überschrift der Woche ergänzt sich ganz wunderbar mit dem Link davor. Dieses ständige genörgel über First World Problems ist für mich auch immer gleichzeitig Quelle des Fremdschams und größter Belustigung. Ich hab mal miterlebt wie zwei Freundinnen, Skandinavierinnen, um die 40 Jahre, auf einem 4 Stunden Flug nicht nebeneinander sitzen konnten, und daraufhin ebenfalls Meuterei begingen. Solche Sidestories gehören für mich als Rite de Passage zum Reisen dazu, das bringt mich immer richtig in Urlaubsstimmung, zu wissen, dass man ein Bruchteil der Anderen bezahlt und trotzdem zufriedener ist mit seiner Reise. Alles muss man selbst machen – schrecklich! Haben wohl auch diese Bahnreisenden gedacht.

Lust auf Island?

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