Es war im Jahre 1015, als auf der Albrechtsburg in Meißen erstmals ein Honigbier gebraut wurde, das den Grundstein für eine Tradition legte, die bis in die Gegewart andauert. 1000 Jahre ist das mittlerweile her, und damit ist die Kunst des Bierbrauens in Sachsen eine der ältesten in ganz Deutschland. Und das schmeckt man mit jedem Schluck, heute wie damals: Als zum Beispiel 1589 in München das weltberühmte Hofbräuhaus eröffnete, wurde den Gästen dort nicht etwa bayerischer Gerstensaft serviert, sondern “Zschopauer Bier” aus dem Erzgebirge. Nach einem dramatischen Einbruch nach der Wende ist Sachsen heute wieder der Bierstaat Nummer 1 unter den neuen Bundesländern, mit einem jährlichen Ertrag von 8,3 Millionen Hektolitern aus den 55 aktuell existierenden Braustätten. Die Sachsen trinken übrigens soviel Bier wie keine andere Bevölkerungsgruppe, 30 Liter mehr im Jahr als der Durchschnittsdeutsche. Höchste Zeit also, das Bier in Sachsen und seine 1000-jährige Tradition mit einer Reise durch den Freistaat gebührend zu würdigen. GoEuro hat die edelsten Tropfen verkostet und möchte mit euch auf 1000 Jahre Bier in Sachsen anstoßen. Prost!

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Unsere Tour beginnt in…

Dresden

Anreise

Semperoper, Zwinger, Frauenkirche – Sachsens Landeshauptstadt besticht vor allem durch seine wunderschöne Altstadt und deren imposante Gebäude, zu Recht wird die wunderschöne Stadt an der Elbe deshalb auch liebevoll als “Elbflorenz” bezeichnet. Ein so eindrucksvolles Panorama und eine derart reiche Geschichte findet man in wohl wenigen anderen Städten in den neuen Bundesländern. Hinzu kommt ein aufregendes Nachtleben und mit der Dresdner Neustadt eines der buntesten Viertel in der gesamten Bundesrepublik, in der sich das Bier in Sachsen ganz besonders gut genießen lässt.

Unsere Tipps für Bierliebhaber

Biergarten in Dresden

Foto / Copyright: Sylvio Dittrich

Fans des Gerstensaftes sei ganz besonders das “Brauhaus am Waldschlösschen” ans Herz gelegt, wo man mit wunderbarem Blick auf die Elbe und die Stadt zünftig essen und trinken kann – in Deutschlands ältester Aktienbrauerei werden täglich mehrere Sorten Bier frisch gebraut. Auch ein Besuch in den drei Gaststätten des “Brauhaus Watzke” steht bei Bierfreunden auf dem Pflichtprogramm. Aus Dresden kommt außerdem das landesweit bekannte Feldschlößchen Bier, das man in jedem Supermarkt oder Spätkauf erwerben kann. Ein weiteres Highlight ist die Dresdner Bierführung, bei der man die Stadt besichtigt und dabei mit Speiß und Trank verköstigt wird – Interessierte können sich hier anmelden. Die Bus-Genuss-Tour findet jeden Samstag statt und führt Bierfans nach Radeberg – in die erste Brauerei, die Pils nach dem deutschen Reinheitsgebot braute und bis heute braut.  Was man in Dresden sonst unbedingt noch gesehen haben muss, verraten wir hier.

Elbufer

Imposante alte und neue Brücken, riesige Ausflugsdampfer, ein majestätischer Fluss und wunderschöne Ausblicke – das Dresdner Elbufer bietet sich für eine Erkundung der Stadt und ihrer Umgebung an. Ob der Blick auf die Dresdner Altstadt mit ihren beeindruckenden Gebäuden oder einfach ein Spaziergang in der schönen Natur, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Fahradfahrer kommen auf dem Elberadweg an Dresden vorbei – wohl die entspannteste Art, den Fluss und die Stadt kennen zu lernen. An vielen Stellen laden dann auch Buchten und Strände zu einem Bad ein, und entlang der Elbe gibt es unzählige Restaurants und Strandbars – das ideale Rezept für einen perfekten Sommertag.

Dresdner Neustadt

Dieses Viertel ist so hip und lebendig, dass es sich längst nicht mehr hinter Berlin-Kreuzberg oder Williamsburg in New York zu verstecken braucht – hier pulsiert das pure Leben, und das rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Unzählige kleine und größere schicke Läden verkaufen das unmöglichste schrullige Zeug, und die Graffiti wirken hier nicht wie Vandalismus, sondern wie Kunst. Die entspannte Atmosphäre atmet man am besten im Alaunpark, in einem der zahllosen Restaurants und Cafés oder einem kühlen Bier mit Freunden an der Straßenecke. Einmal im Jahr kocht das Viertel dann vollends über, wenn zum Fest “Bunte Republik Neustadt” zehntausende Feierwütige einfallen und die Neustadt in eine riesigen Partyzone verwandeln.

Großer Garten

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Große Garten Dresdens größter öffentlicher Park, und wegen seiner spektakulären Anlagen als einer der schönsten in ganz Europa zu bezeichnen. Die großen Alleen, die antiken Skulpturen und das barocke Lustschloss laden Spaziergänger ein, und das nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Im Palais Großer Garten finden regelmäßig Veranstaltungen statt und auch an Führungen durch den Park kann man teilnehmen. Besonderes Highlight ist aber die Parkeisenbahn, die jedes Jahr von Gründonnerstag bis Ende Oktober und dann noch einmal an den ersten beiden Adventswochenenden verkehrt. Auf 147 Hektar Fläche hat sich außerdem eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt entwickelt – für Jung und Alt ein Vergnügen.

Weiter geht die Reise…

Von Dresden nach Meißen

Die beiden Städte liegen so nah beieinander, dass man von Dresden bequem in einer halben Stunde mit der S-Bahn nach Meißen fahren kann. Alle halbe Stunde verkehren die Züge. Natürlich kann man die knapp 30 Kilometer auch mit dem Auto fahren, ist dann aber aktuell etwas länger unterwegs.

Meißen entdecken

Altstadt von Meißen

Foto / Copyright: Tourismusverein Meissen

Anreise

Die über 1000-jährige Stadt Meißen ist weltberühmt für ihr Porzellan, ihre grünen Weinberge und die Albrechtsburg, das erste Schloß überhaupt in Deutschland, erbaut 1471 bis 1524. Anders als Dresden blieb die Stadt an der Elbe von den beiden Weltkriegen fast unzerstört, und so kann man ihre Geschichte auch heute noch bei einer Erkundung nachempfinden – und auch trinken, denn aus Meißen stammt ursprünglich auch das älteste Bier in Sachsen überhaupt, nämlich aus dem Jahr 1015. Das rettete sogar mal die Albrechtburg, denn als polnische Truppe einige Gebäude anzündeten, wurde der Brand mit dem Meißner Honigbier gelöscht. Das “Meissner Schwerter Privatbräu” repräsentiert heute als würdiger Nachfolger die Stadt in Sachen Gerstensaft, doch auch zahlreiche Weinkeller, Höfe und kleine Sträßchen laden zu einem Besuch ein.

Unsere Tipps für Bierliebhaber

Besonders 2015 lohnt sich eine Einkehr in die “Meissner Schwerter Privatbrauerei“, denn in diesem Jahr feiert man 555. Geburtstag – wenn das kein Grund zum Anstoßen ist. Die Biere, wie zum Beispiel das “Urhell”, das “Bennator Jahrgangsbockbier” oder das “St. Afra” werden ergänzt durch zahlreiche saisonale Spezialitäten, Mittwochs ist zudem Haxentag, Donnerstags Schnitzeltag. Einen Besuch auf dem Marktplatz in Meißen kann man mit der Einkehr im “Schwerter Schankhaus” verbinden, in welchem sich auch ein Hotel befindet. Geschichtsinteressierte sollten sich auf der Albrechtsburg eine Ausstellung zum Thema 1000 Jahre Bier in Sachsen anschauen, seit 24. April ist diese täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Einige weitere Meißner Sehenswürdigkeiten zeigen wir euch hier.

Albrechtsburg

Albrechtsburg Meißen

Foto / Copyright: Tourismusverein Meissen

Nicht nur für Bierfans interessant, ist die Albrechtsburg doch Deutschlands ältestes Schloss und liegt beeindruckend auf dem Berg über der Stadt. Die Innenräume beinhalten heute moderne und multimediale Ausstellungen und Exponate, zudem geraten Betrachter ob der Architektur im gothischen Stil ins Staunen. Auch für mobilitätseingeschränkte Personen ist das Schloss problemlos erfahrbar, zudem gibt es zahlreiche Kombi-Ticket-Angebote, die auch einen Eintritt z.B. in den Meißner Dom oder die Porzellan-Manufaktur beinhalten.

Öffnungszeiten März-Oktober 10-18 Uhr, November-Februar 10-17 Uhr. Eintritt 8 €, ermäßigt 4 €.

Heinrichsplatz

Der alte Marktplatz fasziniert Besucher auch heute noch mit seinen verwinkelten Gassen, den Treppen hoch zum Burgberg, dem Tuchmachertor in der Nähe, sowie seinen Weinkellern und dem Schwerter Schankhaus, das zur ältesten Privatbrauerei Sachsens gehört. Die Altstadt von Meißen entdeckt man zudem am besten von diesem Platz aus, der offiziell einfach nur Markt heißt. Und nach einem ausgedehnten Spaziergang kehrt man einfach zurück und genehmigt sich einen guten Schluck Bier und ein leckeres Essen.

Schloss Siebeneichen

Das Schloss ist bei Besuchern vor allem wegen seines schönen Parks mit den alten Bäumen beliebt – der Garten wurde bereits im 16.Jahrhundert angelegt und zählt damit zu den ältesten Landschaftsparks im Freistaat Sachsen. Schon bedeutende deutsche Denker wie Novalis oder Heinrich von Kleist kamen hierher, um Inspiration zu suchen. Am Fuße des Schlossberges befindet sich zudem der Heimattiergarten, auch bekannt als Tierpark Meißen Siebeneichen – ein Besuch ist also auch mit Kindern zu empfehlen. Wer möchte, darf sogar seinen Hund angeleint in den Tierpark mitbringen.

Und weiter gehts…

Von Meißen nach Freiberg

Zwischen den beiden Städten gibt es mit der Bahn leider keine Direktverbindung, so dass man über Dresden fahren muss, was mit der S-Bahn etwa 1:30 Stunden in Anspruch nimmt. Wegen der vielen Umstiege sind die anderen Optionen nicht wirklich eine Alternative, und dauern auch zum Teil noch länger. Autofahrer sind hier deutlich im Vorteil und legen die 40 km Strecke in knapp einer Stunde zurück.

Freiberg entdecken

Anreise

  • Flug: Vom Flughafen Dresden International mit der S-Bahn nach Freiberg
  • Bahn: Nach Freiberg über Meißen und Dresden Hauptbahnhof
  • Bus: Auch die Fernbusse fahren nur bis Dresden, von dort kommt man dann mit der S-Bahn nach Freiberg

Freiberg bezeichnet sich selbst wahlweise gerne als Universitätsstadt oder als Silberstadt – hier gibt es das älteste Silberbergwerk Sachsens, dass heute noch mit Führungen besucht werden kann. Dank dieses Edelmetalls war Freiberg auch früher eine der reichsten Städte Sachsens, was sich heute noch in der Kultur und dem Stadtbild widerspiegelt. So kann man im Dom St. Marien die beeindruckende Orgel bestaunen, genauso wie die historische Altstadt und die zahlreichen Museen zum Thema Bergbau und Mineralien.

Unsere Tipps für Bierliebhaber

Die Tradition des Bierbrauens in Sachsen besteht in Freiberg seit 1266, und auch heute noch kommen Hopfen-Freunde bei einer Führung durch die “Freiberger Brauerei” auf ihre Kosten. Anmelden können sich Personen über 16 Jahren einfach hier, zu den verschiedenen Bieren bekommt man dann auf Wunsch natürlich auch (deftiges) Essen. Die Brauerei sponsert zudem auch die nach ihr benannten “Sommernächte“, bei denen es Kino, Konzerte, Partys und andere Veranstaltungen gibt. Auch der Brauhof Freiberg lädt bierdurstige Gäste zum Einkehren ein, hier wird ebenfalls das Freiberger ausgeschenkt. Wer will, kann am Platz auch ein Hotelzimmer oder sogar Tagungsräume buchen. Bei der Freiberger Bierführung kann man die Stadt und ihren Gerstensaft noch besser kennen lernen, was schon um die 10 000 Besucher begeistert hat. Dabei kann man neuerdings auch ein Bierdiplom “erwerben”, genau wie auch im Lokal “PUPagei“. Möchte man Freiberger Biergeschichte erleben, findet man dies in altehrwürdiger Kulisse im “Schankhaus1863“,  direkt am historischen Obermarkt in der Kaufhausgasse gelegen. Neben Freiberger Bier und lokalen Essen, finden dort auch regelmäßig Musikveranstaltungen statt. Was es sonst noch so zu entdecken gibt in Freiberg, erfahrt ihr jetzt.

Besucherbergwerk Freiberg

Das Besucherbergwerk

Foto / Copyright: Stadt Freiberg / Ralf Menze

Bis zu 180 Meter tief geht es hier unter die Erde, und das in einem etwa 800 Jahre alten Bergwerk mit über 1000 verzweigten Stollen. Das ganze Bergwerk umfasst ein Gebiet von ca. 6 km, wobei sich ein Schienennetz von über 2000 km über diese Fläche spannt, auf dem früher die Minenfahrzeuge verkehrten. Etwa 8000 Tonnen Silber wurden hier gefördert, was Freiberg so reich machte. Auch der Schacht “Reiche Zeche” mit seinen 150 Metern Tiefe und 20 km Länge lädt zu einem Besuch unter der Erde ein.

Touren ohne Voranmeldung finden Mi-Fr um 10:30 und 12:30 Uhr statt, mit einer Anmeldung kann man Mi-So von 9-17 Uhr bis zu 5-stündige Touren absolvieren.

Historische Altstadt

Die Freiberger Altstadt

Foto / Copyright: Stadt Freiberg / Ralf Menze

Der Obermarkt in Freiberg gilt als einer der schönsten in ganz Deutschland, aber auch der etwa 10 Meter tiefer gelegene Untermarkt steht seinem “großen Bruder” in nichts nach. Häuser im spätgotischen Baustil rahmen auf dem Obermarkt das Rathaus ein, zudem finden hier alle wichtigen Stadtfeste statt, so zum Beispiel das Bergstadtfest oder der weihnachtliche Christmarkt. Auf dem Untermarkt findet man den beeindruckenden Dom St. Marien mit seiner berühmten Orgel, sowie zahlreiche Museen, aber auch Gaststätten und Kneipen. Die gut erhaltene Stadtmauer und der 35 Meter hohe Donatsturm sind ebenfalls einen Besuch wert.

Schloss Freudenstein

Im 16. Jahrhundert erbaut, dann verfallen und heute restauriert, ist das Schloss wieder ein Wahrzeichen der Stadt und erstrahlt in altem Glanz. Es beherbergt die weltweit größte Mineraliensammlung und auch ein großes historisches Archiv zur Geschichte des Bergbau, und in den warmen Monaten finden sich hier Feierfreunde zu den “Freiberger Sommernächten”, wenn es Kino, Konzerte, Parties und Public Viewing und mehr gibt. Im Rosenzimmer des Schlosses können sich Verliebte auch das Ja-Wort geben – und danach mit ihren Lieben zünftig anstoßen.

Und auf zum nächsten Ziel…

Von Freiberg nach Zwickau

Nein, diesmal muss man nicht extra nach Dresden zurück, sondern fährt bequem innerhalb einer guten Stunde mit der RE4790 von Freiberg nach Zwickau. Autofahrer nutzen die A4 und die A72, was ebenfalls eine gute Stunde dauert.

Zwickau entdecken

Der Hauptmarkt in Zwickau

Foto / Copyright: Stadt Zwickau

Anreise

Zwickau ist die viertgrößte Stadt in ganz Sachsen und blickt auf eine fast 900-jährige Geschichte zurück. Genau wie Freiberg ist es eine alte Bergarbeiterstadt und liegt an der sogenannten Silberstraße, die dem Verlauf des Erzgebirges folgt. Bekannt und sehr schön ist vor allem der Hauptmarkt im Herzen der Zwickauer Altstadt, auf dem das Gewandhaus, der Dom St.Marien, die ehemalige Löwen-Apotheke und das Kräutergewölbe stehen. Auch das Geburtshaus des Komponisten Robert Schumann und das Schloss Osterstein kann man besuchen, um danach seinen Durst mit einem guten “Maritius” aus der Privatbrauerei Zwickau zu löschen.

Unsere Tipps für Bierliebhaber

Foto:Ralph Koehler/propicture

Foto / Copyright: Ralph Koehler / propicture

Bereits 1348 wurde das erste Mal im Zwickauer Stadtrecht eine Brau-Ordnung festgehalten – und seitdem gibt es hier auch leckeres Bier. Seit 2005 ist die hiesige Braustätte im Besitz der “Maritius Privatbrauerei Zwickau“, die so edle Tropfen wie Urtyp Export, Bock Dunkel und Schwarzes Gold herstellt. Wo in Zwickau man diese Biere überall verkosten kann, siehst du hier. Zudem kann man auch im Brauhaus Zwickau ein gepflegtes Bier trinken und dazu natürlich auch deftig essen – und das in den sogenannten “Priesterhäusern”, einem der ältesten Wohnhaus-Ensembles in ganz Deutschland. Was man in Zwickau sonst noch sehen muss, zeigen wir dir hier.

Zwickaus Parks und Gärten

MuldeParadies-Park in Zwickau

Foto / Copyright: Stadt Zwickau

Hier ganz bewusst kein konkreter Tipp, weil bei 435 Hektar Grünflächen in ganz Zwickau wirklich jeder Geschmack bedient wird. Vom malerischen Schwanenteichpark, der bereits seit 1473 besteht und in dem man Boote ausleihen kann, über den Schlosspark Planitz als lebendes Denkmal der Gartenkunst, bis hin zum über 100 Jahre alten Waldpark Weißenborn ist für jeden etwas dabei. Im kühlen Schatten flaniert es sich besonders schön, und zudem sind die Parks sehr gut erreichbar, und teilweise sogar mit Spielplätzen für Kinder ausgestattet. Eine Übersicht findest du hier.

Landschaftspark Miniwelt Sachsen

Eine Miniatur in der Miniwelt Lichtenstein

Foto / Copyright: Miniwelt Sachsen

Nicht nur für die Kleinen das Größte – nur 20 Minuten von Zwickau entfernt wartet dieser Park mit 110 Bauwerken im Maßstab von 1:25 auf. Dem Besucher liegt also sprichwörtlich die ganze Welt zu Füßen, wenn er durch unsere 16 Bundesländer und über 5 Kontinente wandert. Die Pyramiden von Gizeh, die Freiheitsstatue, der Eiffelturm, alle sind sie da, zudem fahren noch diverse Miniatur-Züge, die den Originalen nachempfunden sind, und es gibt eine Eisenbahnspiel-Anlage sowie Bastelecken.

Öffnungszeiten von 27.März bis 1.November täglich 9-18 Uhr, Eintritt 10€, ermäßigt 8€

Tierpark Hirschfeld

Wer einmal Bären, Wölfe, Polarfüchse, Nasenbären, Affen und Eulen fast wie in freier Wildbahn erleben möchte, dem sei ein Besuch im Tierpark Hirschfelde empfohlen. Er existiert schon seit 1956 und hat außerdem einen Baumbestand, der teilweise bis zu 450 Jahre alt ist. Damit auch garantiert bei niemandem Langeweile aufkommt, gibt es auf dem Gelände zwei Spielplätze, eine Minigolfanlage und sogar eine Kegelbahn, auch Kindergeburtstage kann man hier feiern. Hunde dürfen angeleint in den Park mitgenommen werden.

Immer noch durstig? Unsere Reise endet in…

Von Zwickau nach Plauen

Mit der RE4790 kommst du einmal in der Stunde von Zwickau nach Plauen, die Fahrt dauert dabei etwa eine halbe Stunde. Mit dem Auto brauchst du über die A72 nur ein paar Minuten länger.

Plauen entdecken

Anreise

Plauen ist die größte Stadt im Vogtland, bekannt vor allem für ihr Theater, ihre Museen und Gallerien – aber auch für ihr Bier in Sachsen. Weltberühmt ist ebenfalls die aus der Stickereikunst hervorgegangene Plauener Spitze, mit der unter anderem Tischwäsche, Gardinen und Bekleidung verziert werden. Bekannteste Bauwerke sind vor allem das Alte Rathaus, die Johanniskirche, die Friedensbrücke und das jahrhundertealte Malzhaus, in dem sich heute ein Kultur-und Kommunikationszentrum befindet.

Unsere Tipps für Bierliebhaber

Bierverkostung in Plauen

Foto: G. Brand, Copyright: Stadt Plauen

Die Sternquell Brauerei braut das aus Plauen kommende Bier, das nicht nur in Sachsen sehr beliebt ist. Neben dem klassischen Pils können Liebhaber auch Bockbier, Kellerbier oder erfrischendes Radler genießen. Die Brauerei ist zudem Partner diverser Gaststätten, in denen zum kühlen Gerstensaft auch gut gegessen werden kann – 150 Jahre Erfahrung, die richtig gut schmecken. Das historische Malzhaus verfügt über einen der schönsten Biergärten in Plauen, in dem natürlich auch ausgeschenkt wird. Was es sonst in Plauen noch zu genießen gibt, erfährst du hier. Desweiteren bietet die Stadt Plauen selbst zwei Führungen an: “Erst tippeln, dann nippeln“, eine Stadtführung mit anschließender Bierverkostung, sowie “Turm bezwungen, Bier errungen“, bei der nach der Besteigung des 42 Meter hohen Rathausturms anschließend Bier getrunken werden kann. Ein besonderes Highlight ist die “Bier-Elektrische“, eine ehemalige Straßenbahn, die als rollendes Gasthaus funktioniert- während der Fahrt kann man Bier und kleine Imbisse bestellen, zu besonderen Anlässen ist sie zu mieten. Auch eine Einkehr im “Matsch” ist für Plauen-Besucher zu empfehlen: Plauens ältestes Gasthaus mit Pension schenkt seit 1503 den kühlen Gerstensaft aus.

Talsperre Pöhl

Ob Wassersportler, Wanderer, Radler oder einfach Naturfreund, die “Costa Pöhla” oder das Vogtländische Meer”, wie die Talsperre auch genannt wird, lädt jeden einem entspannten Urlaubstag. Darum herum gibt es noch viel mehr zu entdecken, zum Beispiel das Triebtal und das Elstertal, das historische Dorf Pöhl, oder einfach die gesamte Umgebung bei einer entspannten Schiffsfahrt. Möglichkeiten wie Segeln, Beachvolleyball, Golf und Angeln runden die Angebotspalette ab.

Altstadt Plauen

Der historische Stadtkern mit seinen alten Häusern, dem Rathaus und der Johanniskirche ist immer einen Besuch wert, und liegt zudem in unmittelbarer Nähe zum Schlossberg, auf dem die Überreste des sogenannten “Schlosses der Vögte” stehen. Unweit gibt es zudem die Alte Elsterbrücke zu besuchen, die zweitälteste Brücke in ganz Sachsen, sowie die denkmalgeschützte Gösselbrücke. Auch der Stadtstrand und einige urige Lokale sind ganz in der Nähe, falls dir nach einem ausgedehnten Spaziergang der Sinn nach einer Pause steht.

Drachenhöhle Syrau

Die einzige Schauhöhle Sachsens, in der Besucher nicht nur verschiedenen Tropfsteinformationen bestaunen können, sondern sogar unterirdische Seen. Von Mai bis August tauchen Lasershows mit Musik die Höhle in eine einzigartige Atmosphäre. Die Höhle war vorher ein Kalksteinbruch und erstreckt sich über eine Fläche von zwei Hektar. Für Hungrige gibt es Versorgungsstationen, für Besucher außerdem einen Erlebnisgarten. Auch Konzerte finden in der Höhle statt und man kann hier sogar heiraten.

Öffnungszeiten April-Oktober 9-17 Uhr, November, Januar-März 9-16 Uhr, 8€ (6,50€ ohne Lasershow), ermäßigt 5,50/4€

Ihr kennt noch weitere schöne Orte in Sachsen, in denen es gutes Bier gibt, oder die sonst irgendwie sehenswert sind? Wir freuen uns über eure Hinweise und über euren Besuch bei Facebook und Twitter.

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