Es gibt sie überall, teilweise versteckt, teilweise für jeden sofort sichtbar; bunte, farbenfrohe Orte. Fünf besonders bunte Orte stellen wir euch in diesem Artikel vor.Wir alle brauchen Farbe in unserem Leben. Farben beeinflussen unsere Stimmung, machen uns fröhlich, geben uns Energie und regen unsere Fantasie an. Besonders beim Anblick bunter Häuser in den sonst so grauen Städten, macht sich gute Laune breit. Also wenn ihr auch mal wieder eine Farberfrischung braucht, folgt uns auf unseren Farbspuren zu den buntesten Farbklecksen in Europa.

1. Cinque Terre, Italien

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Manarola, Cinque Terre – flickr: Daniel Stockman

Unsere erste Station führt uns nach Italien. Ein Juwel an der ligurischen Küste sind die fünf Dörfer der Cinque Terre, die sich wie bunte Perlen an einer Kette entlang der schroffen Steilküste an den Felsen schmiegen. Einst waren die kleinen Fischerdörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore nur zu Fuß oder vom Meer aus erreichbar, heute sind sie verbunden durch eine eindrucksvolle Bahnstrecke, die durch zahlreiche Tunnel führt und immer wieder einen unbeschreiblichen Blick auf das Meer frei gibt. Kunstvoll wurden die farbenprächtigen Häuser auf den Felsen gebaut, oft nur mit einer kleinen Gasse zwischen den Häsuern. Mit dem Status des UNESCO Weltkulturerbes, den die Cinque Terre seit 1974 hat, werden die Dörfer in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Besucher kommen vor allem auch wegen der reizvollen Landschaft und der guten Wandermöglichkeiten hierher.

2. Breslau, Polen

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Breslau – flickr: Klearchos Kapoutsis

Im malerischen Breslau, der viertgrößten Stadt Polens, ist eine weitere bunte Attraktion zu finden. Inmitten der Breslauer Altstadt, am sogenannten Salzmarkt, entdeckt man sie, die bunten Häuser von Breslau. Adlige und reiche Händler bauten sich hier ihre Stadtvillen um ihren hohen Status zu betonen. In bunten Pastelltönen schimmern die prächtigen Bauten am Salzmarkt, der in Polen auch Plac Solny genannt wird. Ihre bunten Renaissance-Fassaden wurden mit zahlreichen Schnörkeln und Ornamenten geschmückt. Weitergeführt wird das Farbenspiel von dem Blumenmarkt, der auf dem Platz stattfindet. Hier findet man Blumen in allen nur erdenklichen Farben und Formen. Gehandelt wird fast rund um die Uhr. Das imposanteste Gebäude des Salzmarktes ist die Alte Börse. Der Platz ist ein wahrer Genuss für die Augen.

3. Burano, Italien

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Burano – flickr: Grey World

Und noch einmal verschlägt es uns nach Italien, diesmal in die Lagune von Venedig, genauer gesagt auf die Fischerinsel Burano. Die Insel liegt nur etwa eine halbe Stunde Bootsfahrt von Venedig entfernt. Schon von weitem kann man die bunten Fischerhäuser erkennen, die in allen Farben des Regenbogens leuchten. Die Farben sind so prächtig und kräftig, dass man glauben mag, die Häuser seien gerade erst neu angestrichen worden. Die Legende sagt, dass die Fischer ihre Häuser in kräftigen, in Kontrast zum Nachbarhaus stehenden Farben strichen, um auch bei Nacht und Nebel ihr Haus zu finden. Wie Venedig ist auch Burano von zahlreichen Kanälen durchzogen; bei Sonnenschein spiegeln sich in ihnen die Regenbogenhäuser wider. Die Insel ist ein einziges prächtiges Farbenspiel und ein wahres Paradies für jeden Fotografen und Maler.

4. Júzcar, Spanien

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Schlumpfhausen – flickr: manuelfloresv

Der verrückteste Ort auf unserer Reise durch die buntesten Orte Europas ist ohne Zweifel das spanische Dorf Júzcar. In Andalusien, einer Region die nur als Pueblos Blancos, also als “weiße Dörfer” bezeichnet wird, erstrahlen seit 2011 alle Häuser des 250 Seelen Dorfes Júzcar in einem kräftigen Schlumpfblau. Richtig gelesen: Schlumpfblau. Anlass war die Premiere des Films “Die Schlümpfe 3D”; aus diesem Grund ließ die Produktionsfirma Sony Pictures das gesamte Dorf inklusive Kirche und Rathaus in 9.000 Liter blaue Farbe tauchen und verwandelte so Júzcar in Schlumpfhausen. Und obwohl Sony Pictures das Dorf nach der Premierenfeier wieder in seinen Urpsrungszustand zurück versetzen wollte, entschieden sich die Dorfbewohner dagegen, nicht zuletzt, weil das Schlumpfdorf dadurch einen wahren Besucheransturm erlebte. Inzwischen gibt es sogar einen Schlumpf-Supermarkt und einige Dorfbewohner lassen sich den Spaß nicht nehmen hin und wieder im Schlumpf-Kostüm durch die Straßen zu laufen. Willkommen in Schlumpfhausen!

5. Kopenhagen, Dänemark

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Kopenhagen, Nyhavn – flickr: Tiberio Frascari

Sie dürfen in keiner Aufzählung fehlen: die in Rot-, Gelb-, Blau-, Ocker- und Grüntönen strahlenden Häuserzeilen am Kopenhagener Nyhavn. Bunt sind aber nicht nur die pitoresken Häuser, bunt sind auch die historischen Schiffe, die hier vertäut liegen und meist nur noch als Museumsschiffe dienen. Auf jeden Fall tragen sie aber zu der gemütlichen Hafenatmosphäre des Nyhavn bei. In fast jedem der bunten, alten Häusern entlang der Kaimauer hat sich ein Restaurant, ein Café, oder eine Kneipe angesiedelt. Ihren Service bieten sie meist jedoch zu überhöhten Preisen an. Gemütlich ist es aber auch, sich einfach auf die Kaimauer zu setzen und die Atmösphäre zu genießen, eventuell sogar mit einem selbst mitgebrachten Bier aus dem Supermarkt. Wer nicht so gerne läuft, lässt sich von einem Schiff den Hafen und die Kanäle Kopenhagens entlangschippern.

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