In den letzten Jahren ist unsere Aufmerksamkeit bezüglich Umwelt- und Naturschutz wieder stark angestiegen. Wir denken wieder mehr über unseren ökologischen Fußabdruck nach, wie wir die Natur besser schützen können, was man gegen globale Erwärmung unternehmen kann und vielleicht sogar welchen Beitrag man persönlich zu einer besseren Umweltstabilität leisten kann. Klar, kennen wir alle die kleinen Schritte, mit welchen wir unsere Erde schützen können, der Großteil von uns macht sie wahrscheinlich auch, wie Mülltrennung, im Bioladen einkaufen und mehr die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Dennoch wollen wir nicht auf Dinge wie Urlaub etc. verzichten. Muss man auch gar nicht. Mit ein paar Tipps und Tricks kann man wunderbar ökologisch reisen, neue Orte und Dinge entdecken und dabei etwas zum Weltschutz beitragen. Denn ökologisches Reisen ist nicht zwingend eine Extra-Form des Reisen. Schon mit kleinen Dingen kann man einen großen Einfluss haben.

Was genau ist ökologisches Reisen?

Mit ökologischem Reisen wird eine verantwortungsvolle Art und Weise des Reisen bezeichnet, bei der man auf die Umwelt und Kultur des besuchten Ortes achtet. Sprich Reisen, die nicht der Natur oder den Menschen des besuchten Ortes schaden.

Wie reise ich ökologisch?

Hier ein paar Tipps und Tricks wie du ökologisch reisen kannst. Doch alles ohne den grünen Zeigefinger zu erheben.

1. Augen auf bei der Zielauswahl

Viele Länder sind bereits stark aktiv in der Erhaltung von Kultur, Umwelt und Naturgebieten. Achte bei deiner Auswahl deines Reiseziels auf Dinge wie Recycling, Naturschutzgebiete und Kulturerhaltung und schon bist du dem grünen Reisen einen Schritt näher.

2. Setze auf eine grüne Transportmöglichkeit

Zwar wird bei der offiziellen Definition der International Ecotourism Society nicht die An- und Abreise mit einbezogen, dennoch ist sie ein wichtiger Punkt des ökologischen Reisens. Mittlerweile bieten viele Verkehrsunternehmen gegen einen kleinen Preisaufschlag einen Klimaschutzbeitrag an. Dabei wird die bei der Fahrt entstehende CO2-Emission auf die Reisedistanz berechnet. Der Erlös kommt dann Umweltprojekten in verschiedenen Ländern zu Gute.

3. Wähle eine ökologische Unterkunft

Auch hier kann man darauf achten wie das Hotel mit Menschen und Natur umgeht: recyclen sie? Sind sie energieeffizient? Nutzen sie erneuerbare Energien? Achten sie verschiedene Kulturen?

4. Verhalte dich verantwortungsvoll und bewusst während deiner Reise

Zwar ist es für viele selbstverständlich sich auch auf Reisen umweltbewusst zu verhalten, dennoch ist es ein großer und wichtiger Punkt des ökologischen Reisens. Wenn du dich an folgende Punkte hältst, bist du ein Vorzeige-Eco-Traveller:
Keine eigenmächtigen Erkundungstouren der Natur: Bleib auf den vorgegebenen Wegen. Klar macht es Spaß neue Dinge zu entdecken, aber durch das Rumstapfen in der Natur kann auch Lebensraum gewisser Tiere und Pflanzen zerstört werden.
Entsorge deinen Müll richtig: Schmeiß deinen Müll nicht einfach auf die Straße oder in die Toilette. Nutze die vorgesehenen Behälter. Versuche allgemein so wenig Müll zu produzieren wie möglich.
Versuche deinen Energie- und Wasserverbrauch im Maß zu halten: Mach das Licht, elektronische Geräte und Wasser aus, wenn du sie nicht zwingend brauchst.
Wähle “grüne” Transportmittel: Klar ist ein eigenes Auto auch auf Reisen eine bequeme Art und Weise von A nach B zu kommen, doch der öffentliche Bus oder die U-Bahn gelten dann doch als ökologischer.
Schätze die Kultur deines Reiseziels: du reist ja schließlich an einen Ort, um diesen kennenzulernen. Akzeptiere daher auch dessen Kultur und Gepflogenheiten und versuche auch Dinge zu vermeiden, die deren nicht entspricht.
Kaufe lokal: Egal ob Verpflegung oder Souvenirs, versuche auf deiner Reise so lokal zu kaufen wie möglich. Das unterstützt die lokale Industrie und Kultur.

Klar sind das alles gute und schöne Tipps. Doch wer hält sich daran? Wir haben mit Bloggern gesprochen, denen das Thema Umwelt und ökologisches Handeln wichtig ist und sie nach ihren Ratschlägen zum nachhaltigen und ökologischen Reisen gefragt.

Rebeccas Tipp: Einfach das Nahe entdecken!

“Natürlich sehe ich gerne viel von der Welt, nicht umsonst bin ich Reisebloggerin geworden. Manchmal muss man aber gar nicht weit fahren, um Abenteuer oder Erholung zu finden und ökologischer ist das auch. Ich habe in den letzten Jahren zum Beispiel ungewöhnliche Unterkünfte für mich entdeckt: zu meinen Highlights gehörten dabei ein Sommerwochenende auf einem Hausboot auf der Ruhr, eine schaurig-schöne Nacht im Baumzelt und eine entspannte Auszeit in einem ausgebauten Bauwagen, der mitten im Wald steht. Das alles waren Ziele, die höchstens zwei Stunden von meiner Heimatstadt entfernt sind, von denen aber nur wenige wissen. Oft bedeuten diese Art des Urlaubs auch den Abschied vom W-LAN oder jeglichem Handyempfang und die Reduzierung auf wesentliche Dinge, die man vor Ort wirklich braucht. Doch wenn man sich auf diese ungewöhnlichen Orte und Situationen einlässt, kommt man der Natur wieder ein ganzes Stück näher. Und sich selbst. Deswegen lautet mein Tipp, mal genauer hinzuschauen, was die Umgebung so zu bieten hat.”

Rebecca liebt es,  Menschen und Kulturen kennenzulernen, Tieren zu begegnen und verliert sich gern in schönen Landschaften. Darüber hinaus mag sie Yoga, Eco-Fashion und schöne Literatur. Schon als Kind mochte sie es zu reisen und darüber zu schreiben – auf ihrem Reiseblog Rebeccas Welt lässt sie uns an ihren Erfahrungen teilhaben.

Birks Tipp: Bewusste Reiseplanung!

“Die bessere Alternative zum Verzicht ist das Reisen mit Verantwortung. Die schlechte Nachricht: Genau das ist deutlich anstrengender als im nächsten Reisebüro oder im Internet eine Pauschalreise zu buchen. Es beginnt mit der Wahl der Verkehrsmittel. Es muss nicht immer das Flugzeug sein, gerade bei „nahen“ Zielen. Wir sind zum Beispiel vor zwei Jahren mit Zug von Hamburg nach Kopenhagen gefahren. So entspannt angereist sind wir selten. Kein lästiger Check-In, keine Sicherheitskontrollen und richtig viel Beinfreiheit. Natürlich erreicht man längst nicht alle Ziele mit Bus und Bahn. Wer doch ins Flugzeug steigt, kann seine „Klimasünde“ wieder gut machen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet die Klimaschutzorganisation atmosfair. Auf der Website lässt sich berechnen, welchen CO2-Ausstoß der letzte Flug verursacht hat. Diesen Ausstoß kann man dann mit einer Spende an Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt kompensieren.”

Bei Birks und Kathrins grünem Lifestyle-Blog Look on the green side of life steht das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Sie zeigen, dass Konsum und Genuss nicht immer auf Kosten von Anderen stattfinden muss. Über ihren Blog möchten zum Nachdenken anregen, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Ideen. 

Angelehnt an Rebeccas Tipp, hier ein paar Vorschläge für ökologische Reisen in unserer Nähe.

Ökologisches Reisen
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