Ob zum Hafengeburtstag, zum jährlich stattfindenen Volkfest “Hamburger Dom” oder einfach nur um ein paar entspannte Tage zu erleben. Hamburg ist ein beliebtes Städtereiseziel. Die Stadt an der Elbe bietet Besuchern ein abwechslungsreiches Programm; Spazieren an der Alster oder durch die Speicherstadt, eine Barkassenfahrt durch die zahlreichen Kanäle, die die Stadt durchziehen, ein Fischbrötchen an den Landungsbrücken oder ein Musical- oder Theaterbesuch. Hier findet ihr einige Tipps für ein Wochenende in der Hansestadt Hamburg.

Souvenirs und Kreuzfahrtschiffe

Blick auf die Landungsbrücken in Hamburg

Sein Hamburg Wochenende startet man am besten an den Landungsbrücken. Hier herrscht immer ein buntes Treiben und richtiges Waterkant-Feeling: Wasser auf der einen Seite, Cafés, Fischrestaurants und bunte Souvenir Shops auf der anderen. An den Landungsbrücken kann man Meeresluft schnuppern und auch zu einer Bootsrundfahrt durch die Stadt aufbrechen. Angebote dafür gibt es viele: Ausflugsdampfer, Barkassen, Schaufelraddampfer, oder auch eine Fahrt mit der Fähre. Letztere gehört zum Verekehrsnetz des HVV und so kann man die Fähre mit seinem normalen S- und U-Bahnticket nutzen. Die beliebtesten Linien sind die 62 und 72. Mit der Linie 62 kommt man zum Museumshafen Övelgönne und zum Elbstrand und die Linie 72 bringt einen zur Elbphilharmonie und zur Hafen City. Das ganze Jahr über laufen Kreuzfahrtschiffe die Hafenmetropole Hamburg an. Von den Landungsbrücken aus hat man einen besonders guten Blick auf die Elbe und die Ozeanriesen. Mit Abstand die meisten Zuschauer lockt das Passagierschiff Queen Mary 2 an.

Alte Speicher und eine Miniatureisenbahn

Die Hamburger Landungsbrücken nachgebaut im Miniatur Wunderland - Elena Nunn

Mit der Fährline 72 geht es also zur Elbphilharmonie, Hamburgs noch immer im Bau befindlichen neuen Konzerthaus. Den Unterbau für die Elbphilharmonie bildet die alte Fassade des Kaiserspeichers A, ein ehemaliger Tee-, Kakao- und Tabakspeicher, darauf entsteht ein moderner Glasbau. Von dem Konzerthaus ist es nicht weit in die Speicherstadt, einem riesigen Lagerhauskomplex inmitten der Stadt. Einst wurden hier Gewürze, Tee, Kaffee und Teppiche aus aller Herren Länder gelagert. Heute findet man in den umgebauten Lagerhäusern Büros und zahlreiche Museen. In einem dieser Speicher kann man sich sogar auf eine kleine Weltreise begeben. Von Hamburg aus kommt man hier in nur wenigen Schritten nach Skandinavien, dann nach Las Vegas, von dort in die österreichischen Alpen und in die Schweiz. Im Miniatur Wunderland stehen 6.000 Häuser, 10.000 Autos, 330.000 Bäume und 400.000 Figuren. Außerdem schlängeln sich 20.000 m Gleise durch die Miniaturlandschaft, auf denen 1.300 Modellzüge fahren.

Hamburgs grünes Herz und der Karneval der Tiere

Planten un Blomen im Herbst - flickr: knehcsg

Flanieren durch den alten botanischen Garten, an Kräutern im Apotheker Garten schnuppern oder einen Tee im Teehaus im Japanischen Garten genießen; ein Besuch des Landschaftsparks Planten un Blomen bringt nach einem anstrengenden Tag die Ruhe zurück. Besonders schön im Sommer sind die von bunten Lichtern und klassischer Musik begleiteten Wasserlichtspiele, die von April bis Oktober jeden Abend stattfinden. Für die kältere Jahreszeit empfiehlt sich Abends ein Besuch im Theater oder Musical, denn Hamburg ist der drittgrößte Musicalstandort weltweit. Aushängeschild der Hamburger Musicalszene ist das Musical “König der Löwen” im Theater im Hafen. Das Theater liegt direkt gegenüber der Landungsbrücken und eine Fähre bringt die Musicalbesucher von dort zum Theater am anderen Elbufer.

Morgens um fünf in Hamburg

Am Elbstrand: Obstkorb vom Fischmarkt - Elena Nunn

Was wäre eine Reise nach Hamburg ohne einen Besuch auf dem weltberühmten Fischmarkt im beliebten Hamburger Stadtteil Altona. Jeden Sonntag ab fünf Uhr morgens bieten Händler hier ihre Waren feil. Auf dem Fischmarkt bekommt man aber nicht nur frischen Fisch, auch Tropenblumen, Obst und Gemüse wechseln hier den Besitzer. Hat man die Nacht von Samstag auf Sonntag in einem Club oder einer Kneipe auf der Reeperbahn oder im Schanzenviertel durchgemacht, gehört es sich in den frühen Morgenstunden dem Fischmarkt einen Besuch abzustatten und ein Fischbrötchen zu verspeisen, bevor man sich auf den Weg nach Hause in sein gemütliches Bett macht. Alternativ dazu besucht man den Fischmarkt kurz vor Ende, also gegen 9:30 Uhr, denn dann kann man die besten Schnäppchen machen. Die Händler wollen ihre restlichen Waren los werden und verkaufen sie zu regelrechten Schleuderpreisen. Der Renner auf dem Fischmarkt sind die riesigen Körbe voller Obst. Hat man seinen Obstkorb ergattert bietet sich bei gutem Wetter noch eine Fahrt mit der Fähre zum Elbstrand an: gemütlich im Sand lümmeln, dabei jede Menge Obst essen und vorbeifahrende Containerschiffe beobachten.

Last but not least

Der Hamburger Michel - Elena Nunn

Vom Elbstrand bringt einen die Fähre wieder zurück zu den Landungsbrücken. Von hier aus ist es kein weiter Weg zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt, der Sankt Michaelis Kirche, besser bekannt als Michel. Wer Lust hat, kann den Kirchturm besteigen und wird mit einem tollen Ausblick über Hamburg belohnt. Weiter geht es mit der U-Bahn oder zu Fuß in Richtung Hamburger Rathaus und Jungfernstieg. Einst flanierten hier die Jungfern (unverheiratete Damen), heute machen es sich Touristen und Einheimische gleichermaßen am Ufer der Binnenalster gemütlich. Im Winter werden Jungfernstieg und Alster zu einem Winter Wonderland. Wenn die Eisdecke der Außenalster dick genug ist, treibt es die Hamburger zu einem Spaziergang auf das Eis. Zahlreiche Stände bieten sowohl auf dem Eis als auch an Land den durchgefrorenen Spaziergängern heißen Glühwein und köstliche Bratwürste an.

Ward ihr schon einmal in Hamburg? Was ist euer liebstes Städtereiseziel?

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