Grüne Berge und traumhafte Strände, endlose Ruhe und betriebsames Treiben, Lavendel und Hummer- die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur steckt voller Gegensätze. Wer lieber Ruhe und Natur genießt ist in der Provence genau richtig, für die Strandliebhaber und Städtehopper ist die Côte d’Azur perfekt. Diese abwechslungsreiche Mischung macht den Ort einmalig und ist definitiv einen Besuch wert. Wir haben für Euch Reiseblogger nach ihren Insidertipps in dieser Region befragt und einige tolle Highlights erfahren.  Lest selber und holt euch tolle Inspirationen für eure nächste Reisplanung!

 

Für Cowboys und Indianerinnen:
das kleine Bergdorf Guillaumes

von Fabian, awesomatik

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Nur zwei Autostunden von Nizza entfernt liegt das traumhafte Var- ­Tal. Weit ab vom Trubel der Küste findet man hier wilde Natur, schroffe Felsen, beeindruckende Schluchten und grün bewachsene Berge. Kleine Städtchen wie Puget­ Thénier und Entrevaux laden zum Verweilen ein.

Über schmale Sepentinen­straßen erreicht man etwas weiter nördlich das kleine Bergdorf Guillaumes. Hier erwartet den überraschten Besucher eine Landschaft wie im Wilden Westen und das mitten in Süd­frankreich! Ein Outdoor­- Eldorado, das selbst in der Hochsaison erfrischend leer bleibt. Während sich die Touristen im wesentlich berühmteren Canyon du Verdon zu Land und zu Wasser aneinander vorbeischieben, wandert man in Guillaume allein auf weiter Flur. Und das auf echten Traumstrecken. Eine abwechslungsreiche Bergtour ist der Circuit des Gorges Rouges, der über den Point Sublime führt, von aus man einen herrlichem Rundumblick auf das Tal genießt. Direkt ins Herzen des Canyons führt eine spaßige Flusswanderung durch die Gorges de Daluis. Wer im Sommer den Menschenmassen der Provence entkommen möchte, sollte sich die französischen Seealpen nicht entgehen lassen. Ein kleines Naturparadies.

 

Mit dem Rad zu den Flamingos:
Die Insel Porquerolles

von Claudia, lieblingsplaetze­-blog

flamingos in porquerolles

Die 12,5 Quadratkilometer kleine Insel punktet mit ganz viel Ruhe und noch mehr Natur.

Must See’s:

Die größte Sehenswürdigkeit ist die wunderschöne Insel selbst, die sich perfekt für einen Tagesausflug ab Giens eignet: Türkisblaue Buchten, Puderzuckerstrände, kleine rosa Häuschen, ein quirliger Hafen und Natur so weit das Auge reicht. Zwischen Weinreben und schattigen Pinienhainen wachsen  Eukalyptusbäume, Sanddornsträucher, Rosmarin und Feigen. Extratipp: Wer Glück hat, sieht auf der Überfahrt nach Porquerolles wilde Flamingos, die in der Lagune vor Giens leben.

Aktivitäten:

Ohne Fahrräder geht hier gar nichts! Auf der Insel sind weniger als 100 Autos zugelassen, daher gibt es weder Straßenmarkierungen noch eine einzige Ampel. Dafür aber zahlreiche Fahrradverleiher, die insgesamt fast 2.000 Räder im Angebot haben. Mein Lieblings­verleih ist „L’île aux trésors“ (Rue de la douane). Hier könnt Ihr knallrote Räder mit extradicken Reifen für die sandigen Insel­wege leihen. Etwa 70 Kilometer Radwege führen quer über die Insel zu den schönen Stränden. Für Kitesurfer besonders empfehlenswert ist der Plage de la Courtade. Außerdem kann man auf Porquerolles wunderbar Schnorcheln und dabei Seesterne und Tintenfische treffen oder einfach den entspannten Insel­charme bei einem Glas Porquerolles­ Rosé genießen.

Kulinarischer Tipp:

In der Bar „La Plage“ am Ende des Hafens, könnt Ihr direkt am Wasser sitzen und leckere Steinofen­pizza mit fangfrischen salzigen Sardellen essen oder zum Sonnenuntergang einen Cocktail trinken könnt.

Das Miami Beach Frankreichs …

von Nadja, faraway42

cote d'azure

Aktivitäten:

Mietet Euch Fahrräder radelt entlang der Promenade des Anglais bis zum Yachthafen. Es ist fast eben und man bekommt einen herrlichen Blick auf das azurblaue Meer, aber auch auf die edlen Geschäfte, Luxuskarossen und Hotelpaläste. Unterhalb der Promenade befinden sich viele Cafés und Restaurants am Strand. Da es ein Kieselstrand ist, gibt es auch einige Beach­ Clubs, wie den Miami Beach. Hier kann man sich eine Liege mieten, leckere Weine genießen und einen kleinen Snack zu sich nehmen.

Must See’s:

Nehmt den Petit Train und fahrt in diesem Mini­zug zum Colline du Château hoch. Der Weg ist steil, aber der Ausblick lohnt sich! Herrliches Panorama!

Kulinarischer ­Tipp:

Austern, Fisch und Paella. Französisches Essen ist immer sehr gut. Esst nicht am Hafen. Hier warten viele auf ihre Fähre nach Korsika und suchen einen günstige Wartezeitüberbrückung. Dementsprechend schmeckt es.

Wo Kultur neben Betriebsamkeit und Hummer liegt:
die Hafenstadt Nizza

von Peter, ­peterstravel

nizza

“Nizza ist die größte Stadt an der Côte d’Azure mit den meisten Highlights. Keine Stadt hat mehr Museen oder Galerien als Nizza. Es ist ein strahlender Tag und so beginne ich meine Stadterkundung am Museum für Zeitgenössische Kunst mit der Promenade du Paillon. Hier, wo mitten in der Stadt vor ein paar Jahren noch der alte Busbahnhof stand, wurde innerhalb von drei Jahren die Promenade du Paillon angelegt. Es ist ein 1,2 km langer, Stadtpark.

Auf beiden Seiten des zwischen zwei belebten Hauptstraßen gelegenen schmalen Parks flanieren die Einwohner und Touristen vorbei an Grünflächen und zahlreichen Sitzgelegenheiten. Besonderer Anziehungspunkt sind dabei für Jung und Alt die in den Boden eingelassenen, begehbaren Platten mit ständig wechselnden, großflächigen Wasserspielen. Kinder haben ihren Spaß zusätzlich an den großen Holzskulpturen und vergnügen sich auf den Spielplätzen.

Weiter geht es anschließend zur direkt am Meer gelegenen, kilometerlangen Strandpromenade Promenade des Anglais. Hier herrscht immer Betrieb. Getrennt durch eine mehrspurige Straße liegen auf der gegenüberliegenden Seite teure Cafés, elegante Restaurants und die prachtvollen Hotelpaläste wie z.B. das weltberühmte Negresco. Von Freunden hatte ich den Tipp für dieses direkt am Place Garibaldi gelegene Restaurant bekommen. Wenn man in Nizza ist, gehört der Besuch des Café de Turin einfach dazu. Es ist das absolute Paradies für alle Arten von Meeresfrüchten, vom Hummer bis zur kleinsten Krabbe. Und dazu gibt es dann jeweils den passenden Wein…”

Kulinarisch zwischen Lavendel und Honig …

von Katrin und Henry, bulliverreisen

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Provence

Must See’s:

Mitten in der schönen Provence  zwischen Lavendelduft und mittelalterlichen Dörfern liegt die größte Schlucht Europas, die Verdon- ­Schlucht. Zwischen Castellane und dem türkisblauen Lac de Sainte­ Croix liegt der wohl landschaftlich schönste Abschnitt dieser Schlucht. Steile Hänge, wildes Wasser und ein See der eher an die Karibik erinnert, macht diesen Ort zu einem perfekten Urlaubsziel für Naturverliebte.

Kulinarische Tipps:

Tief in den Gassen des kleinen Bergdorfes Moustiers St. Marie liegt das bekannte Gartenrestaurant La Grignotière. In einigen Reiseführen wird es als „Garten unter Oliven“ beschrieben. Handbemalte Tische und Flaschen, bunte Wände und allerlei detailverliebte Dekoration gibt es zu entdecken und im kleinen Shop zu kaufen. Das Gesamtkunstwerk ist schattig unter Olivenbäumen arrangiert. Die kleinen kulinarischen Snacks sind mit viel Liebe und Kreativität zubereitet. Ein zauberhafter Ort.

Sportaktivitäten:

Das Gebiet rund um den Fluss Verdon hat für Actionfreunde jeglicher Art etwas zu bieten. Angefangen bei Wildwasserfahrten mit Kajak oder Raftingboot über Windsurfen bis hin zu gemütlicheren Aktivitäten, wie Paddeltouren auf dem See oder besser noch, ca. 1 Kilometer direkt in die Schlucht hinein. Natürlich kommen auch alle Wanderfreunde nicht zu kurz. Es gibt zahlreiche Wanderwege um und vor Allem entlang der Schlucht. Speziell empfehlen wir für Wasserfreunde “Floating im Verdon”. Hierbei treibt man im Neoprenanzug mit Auftriebsweste, entlang einiger Stromschnellen mitten im Fluss hinab. Ab und zu darf man auch vom Fels in das kühle Nass springen. Ein riesen Spaß.

Die Hyères Inseln

Copyright by Katrin und Henry von bulliverreisen.de

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Must See’s:

Unweit der großen Metropole St.Tropez, am Ansatz der Halbinsel von Giens, liegt die schöne Küstenstadt Hyères. Noch schöner sind jedoch die kleinen vorgelagerten Inseln, Ile du Levant, Ile de Port­ Cros und Porquerolles, welche dem Paradies sehr nah sein müssen. Von den umliegenden Häfen erreicht man alle drei Inseln in nur wenigen Minuten. Von dem kleinen Hafen La Tour Fondue aus verkehren regelmäßig Ausflugsschiffe nach Porquerolles und zurück. Porquerolles ist bekannt für seine vielen Sandstrände, wie zum Beispiel Plage d’Argent im Westen und Plage de Notre ­Dame ganz im Osten der Insel. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, findet neben dieses gut besuchten Hotspots auch den einen oder anderen ruhigen Paradiesstrand.

kulinarische Tipps:

Auf den ersten Blick liest sich die Zusammensetzung etwas eigenartig, jedoch ist diese Pizza mit Ziegenkäse und Honig unser ganz persönlicher Geheimtipp. Als Genießer sollte man sich dieses Gericht nicht entgehen lassen, wenn es auf der Speisekarte auftaucht.

Sportaktivitäten:

Die am meisten betriebenen Sportarten dieser Region sind Wind­ und Kite Surfen. Jedoch kann man das Festland auch sehr gut mit dem eigenen Drahtesel erfahren und vielleicht sogar Flamingos in den Salinen beobachten. Wer keine eigenen Fahrräder im Gepäck hat, für den empfiehlt sich ein Fahrradverleih auf der Insel Porquerolles. Mit Mountainbike oder Tandem kann man sich hier bei schönem Wetter gemütlich die salzige Meeresluft um die Nase wehen lassen und die Insel erkunden.

Gegensätze ziehen sich an:
die ruhige Provence und die quirrlige Côte d’Azur

von Sophia und Michelle, Miss Phiaselle

provence lavendel

Ist es die Luft? Das schöne Wetter? Die Menschen? Die Natur? Der Mythos? – Wahrscheinlich ist es die Mischung aus allen Faktoren, welche die Côte d’Azur und die Provence so reizvoll macht. Und die Gegensätze. Die Provence ist eher still und ruhig, die Côte d’Azur übernimmt die Rolle der mondänen, quirligen Schwester. Zwei Extreme, die entdeckt werden wollen. Und die in dieser Konstellation richtig Spaß machen.

Provence-­Alpes-Côte d’Azur: Dahinter verbirgt sich eine Region im Südosten Frankreichs, an der Mittelmeerküste. Begrenzt wird diese charmante Region durch das Mittelmeer ( im Süden), Italien (im Osten), das Mündungs­delta des Flusses Rhône (im Westen) sowie die Region Rhône- ­Alpes (im Norden).

Diese kleine Übersicht verrät schon einiges über die Vielseitigkeit Südfrankreichs. Und ja, die Landschaft der Region hat tatsächlich vieles zu bieten. Die Alpen im Norden, Lavendelfelder in der Provence, Sümpfe in der Carmargue oder die Küste, die als Côte d’Azure oder als Französische Riviera bezeichnet wird.

Von gefährlichen Straßen und beeindruckenden Tälern und Höhlen ….

von Christian, unsere-­grosse­-reise

provence

Die Provence und die Côte d’ Azur ­daran denkt wohl jeder, wenn es um Südfrankreich geht. Nizza, Avignon, Marseille oder pittoreske Städtchen wie Gordes und Roussillon sind auch absolut sehenswert, vor allem in den Sommermonaten aber auch sehr überlaufen. Auf deutlich weniger Menschen trifft man im Parc National des Cévennes, nördlich von Montpellier gelegen. Wenn man von der Pont du Gard, über Anduze und die D9, D49 und D996 nach Meyrueis fährt, steigt der Adrenalinspiegel. Denn am Beginn der D49 steht ein Warnschild: „Route difficile et dangereuse“. Im Sommer ist die Strecke kein Problem, nur bei jedem entgegenkommenden Fahrzeug sollte man genau wissen, wie breit sein Auto ist. Die Belohnung ist eine Fahrt durch eine herrliche Landschaft auf der man ziemlich allein unterwegs ist.

Hinter Meyrueis erstreckt sich die Gorges de la Jonte. Einen ersten Blick in die Schlucht gibt es vom Parkplatz der Grotte de Dargilan. Eine rosa Tropfsteinhöhle mit riesigen Stalagmiten und Stalaktiten und allerlei interessanten Steingebilden. Am Ende der Tour gibt es einen Austritt auf einen Felsvorsprung und einen atemberaubenden Blick auf die Schlucht, leider scheint das ebenso wie Führungen auf Englisch nicht immer im Angebot zu sein.

Die Weiterfahrt zur Gorges du Tarn führt über den Rand der Jonte- ­Schlucht und man ist geneigt ständig anzuhalten um Fotos zu machen. Schon bevor man in die Tarn­- Schlucht nach Sainte ­Enimie hinabfährt hat man einen atemberaubenden Blick auf den Fluss und das wunderhübsche Städtchen Saint ­Chély ­du­ Tarn, welches an einer Flussbiegung liegt, umrahmt von Felsen. Die Fahrt durch die Schlucht bis nach Millau ist dann sehr reizvoll. Für den Beifahrer wegen der Aussicht, für den Fahrer wegen des vielen Verkehrs.

Die Provence hat Besuchern so einiges zu bieten und ist mit der Stadt Marseille zudem Gastgeber der Europameisterschaft 2016. Wer also eine Reise plant, kann sich auf ein reiches Angebot an Vielfältigkeit freuen. Wir haben für euch noch weitere Gastgeberstädte der Euro 2016 in unserem Guide aufgelistet, die definitiv einen Besuch wert sind.

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