Ein Jahr in Spanien studieren, das ist der Traum vieler deutscher Studenten. Vor allem das ausgelassene Lebensgefühl, das Kennenlernen neuer Freunde und Kulturen und natürlich die Verbesserung der Spanischkenntnisse reizen bei einem ERASMUS-Auslandssemester in Spanien.

Bevor es aber soweit ist, gibt es einige Dinge zu beachten und zu organisieren, damit der Auslandsaufenthalt zu einem Erfolg wird. Wie läuft das Leben in Spanien ab? Wie sind die Hochschulen organisiert? Und wie findet man eigentlich eine Wohnung? Unsere Tipps helfen bei der Vorbereitung und Planung des ERASMUS-Auslandssemesters und geben Euch einen Einblick in die spanische Lebensweise.

Der Guide gliedert sich in drei Teile:

Spanien tickt anders als Deutschland. Im ersten Abschnitt klären wir euch über die spanische Lebensart und Fettnäpfchen auf.

Welche Dinge bei der Bewerbung und der Organisation eures Aufenthalts noch zu beachten sind, findet ihr unter ERASMUS-Auslandssemester organisieren.

Wie teuer ist das Leben in Spanien? Wo kann ich während meines ERASMUS-Auslandssemesters wohnen? Was gibt es in dem Land zu sehen? Antworten auf diese und weitere Fragen findet ihr weiter im Text.

GoEuro: Erasmus-Auslandssemester in Spanien - Einen Besuch wert ist der beliebte Parc Güell in Barcelona - Flickr: Umberto Nicoletti

Einen Besuch wert ist der beliebte Parc Güell in Barcelona – Flickr: Umberto Nicoletti

La vida española

Spanien ist das beliebteste Land für einen ERASMUS-Auslandssemester deutscher Studenten. Das Meer, die Sonne und die angenehmen Temperaturen machen das Land so unwiderstehlich. Wer aber überlegt für einige Zeit nach Spanien zu gehen, sollte sich über die kulturellen Unterschiede im Klaren sein – denn Spanien tickt anders als Deutschland!

  • Begrüßung
    Freunden gibt man ein Küsschen. Und in Spanien sogar zwei. Dabei wird jedoch die Wange des Gegenüber nicht berührt.
  • Freundschaften mit Spaniern
    Zwar lernt man bei einem ERASMUS-Auslandssemester zahlreiche Studenten aus den unterschiedlichsten Ländern kennen, Freundschaften mit Spaniern sind allerdings eher selten. Am schnellsten erlangt man das freundschaftliche Vertrauen eines Spaniers, wenn man sich mit ihm auf Spanisch unterhält und aktiv am spanischen Leben teil nimmt.
  • Spanische Pünktlichkeit
    Zeit ist in Spanien relativ und Pünktlichkeit wird nicht sehr groß geschrieben. Wundert euch also nicht, wenn eure Freunde 30 Minuten zu spät zu einer Verabredung kommen, oder über den Klempner, der gleich vorbei kommen wollte, den ihr aber erst zwei Tage später zu Gesicht bekommt. Da heißt es trotz deutscher Pünktlichkeit gelassen bleiben.
  • Wenn zwei sich unterhalten
    In Spanien unterhält man sich gerne und das immer etwas lauter als wir es gewöhnt sind. Egal ob zu Hause, im Restaurant oder im Zug, lebhafte Gespräche sind hier an der Tagesordnung. Man sollte sich aber bloß nicht darüber beschweren, da man sich dadurch zum einen eher unbeliebt macht und zum anderen das eh nichts an der Lautstärke ändert.
  • Der spanische Tagesablauf
    Während wir in Deutschland ein ausgiebiges Frühstück schätzen, fällt es in Spanien eher mager aus. Der Spanier startet nur mit einem Kaffee in den Tag, dafür werden das Mittag- und Abendessen groß geschrieben. Die Comida, das spanische Mittagessen, dauert nicht selten zwei Stunden. Nach dem Mittagessen wird dann erst mal Siesta gehalten, dazu gleich mehr. Auch das Abendessen wird groß zelebriert, allerdings erst ab 22 Uhr.
  • Siesta
    Bei der Siesta handelt es sich um die Verlängerung der ohnehin schon ausgedehnten Mittagspause. Zwischen 14.00 und 17.00 Uhr ruht dann in vielen Teilen Spaniens das Lebens und Geschäfte und Sehenswürdigkeiten sind geschlossen. Der Spanier trifft sich in dieser Zeit gerne mit Freunden oder Kollegen zum ausgiebigen Mittagessen. Auch wenn dadurch zunächst der eigene Tagesablauf durcheinander kommt, vermittelt die Siesta spanisches Lebensgefühl pur.
  • Nachtleben
    Das Nachtleben beginnt in Spanien relativ spät, kein Wunder, haben die Spanier doch bis 17.00 Uhr Siesta gehalten. Einen Restaurantbesuch plant man frühestens um 22.00 Uhr und viele Diskos öffnen ihre Türen sogar erst weit nach Mitternacht. Zudem spielt sich das Abend- und Nachtleben besonders im Sommer vor allem draußen ab.
  • Fettnäpfchen
    Im Restaurant: sich unaufgefordert zu Fremden an den Tisch setzten, beim Kellner getrennt bezahlen, beim Bezahlen aufrunden
    Bei Freunden: Begrüßung mit Handschlag, bei einem Abendessen seinen Teller leer essen, auf die Frage ¿Que tal? wahrheitsgemäß antworten, Chrysanthemen als Gastgeschenk mitbringen
    Weitere Situationen: im Taxi vorne einsteigen, beim Flamenco-Abend mitklatschen
GoEuro: ERASMUS-Auslandssemester in Spanien - Typisch Spanisch: Paella - Flickr: Jonathan Pincas

Typisch Spanisch: Paella – Flickr: Jonathan Pincas

Das ERASMUS-Auslandssemester organisieren

Das spanisches Hochschulsystem

Zuerst einmal ein paar Informationen zum spanischen Hochschulsystem. Insgesamt gibt es vier Hochschultypen: Universidades, Escuelas Superiores, Universidades Politécnicas und Business Schools.

Die Universidades sind das Gegenstück zu den Universitäten in Deutschland. Es gibt sowohl staatliche (públicas) als auch private (privadas) Universitäten in Spanien.

Die Escuelas Superiores sind mit den deutschen Fachhochschulen zu vergleichen. Neben den unterschiedlichsten Fächern werden hier auch Studiengänge angeboten, die in Deutschland zu den Ausbildungsberufen zählen, wie z.B. Kindergärtner oder Optiker.

An den Universidades Politécnicas werden ausschließlich technische und naturwissenschaftliche Studiengänge angeboten. Somit sind sie zu vergleichen mit den Technischen Universitäten der deutschen Städte.

Und dann gibt es in Spanien noch die Business Schools. Einige von ihnen sind unabhängige Managementschulen, andere sind Teil renommierter europäischer Business Schools.

¿Hablas español?

Obwohl das Erlernen der spanischen Sprache bei einem Auslandssemester auf der Iberischen Halbinsel im Vordergrund steht, geht es doch nicht ohne gute Vorkenntnisse in Spanisch. Über die Fremdsprachenzentren der deutschen Hochschulen werden zahlreiche Kurse angeboten, in denen man Spanisch lernen oder seine bisherigen Kenntnisse aufbessern kann. Auch das Instituto Cervantes bietet in mehreren deutschen Großstädten Spanischkurse an, so auch das Instituto Cervantes in Berlin. Empfehlenswert ist auch ein Sprachkurs vor Ort – so zu finden im Programm von EF Sprachreisen, wo man schon Kurse ab zwei Wochen buchen kann. So stellt man sich, zum Beispiel während der Semesterferien, schon einmal besser auf die Sprache ein.

Wenigstens ein paar Sätze auf Spanisch wie “Sprechen Sie Englisch” oder “Wo ist der nächste Supermarkt” sollte man im Gepäck haben, das erleichtert den Einstieg in Spanien. Allerdings sollte man sich auch bewusst machen, dass die spanischen Unis in den seltensten Fällen Kurse auf Englisch anbieten, weshalb ein Sprachniveau von mindestens B1 für einen Studienaufenhalt in Spanien sinnvoll ist.

GoEuro: ERASMUS-Auslandssemester in Spanien -Riesiger Blumenhund vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao - Flickr: Jean-Baptiste Maurice

Riesiger Blumenhund vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao – Flickr: Jean-Baptiste Maurice

Bewerbung um das ERASMUS-Stipendium

Ob Barcelona, Madrid, Málaga oder Granada, so ein ERASMUS-Auslandssemester in Spanien will gut geplant sein. Vom Papierkram über die Organisation der Anreise und Unterkunft bis hin zu der Wahl der Studienfächer. Erster Anlaufpunkt in Deutschland sind das ERASMUS-Büro oder das International Office an eurer Hochschule. Sie geben Auskunft über bestehende Partnerschaften mit Hochschulen in Spanien. Am besten stellt man sich vor dem ersten Treffen schon mal eine Liste mit Fragen zusammen, dabei sollten folgende Themen nicht fehlen: handelt es sich bei der ausgewählten Hochschule um eine Partneruni, welche Fächer werden angeboten und werden diese auch von der deutschen Uni anerkannt.

Wie bei einem Job muss man sich auch um das ERASMUS-Auslandssemester in Spanien mit Lebenslauf und Motivationsschreiben bewerben. Das Motivationsschreiben wird an den ERASMUS-Beauftragten der Heimathochschule gerichtet und sollte die eigene Motivation hinter dem Auslandsjahr beschreiben; welche Ziele verfolgt man mit dem Auslandsaufenthalt, welche besonderen Qualifikationen bringt man mit und warum hat man sich für diese Universität entschieden. Zu einer vollständigen Bewerbung für ein ERASMUS-Stipendium gehören außerdem der Nachweis über die Studienleistungen und Spanisch-Sprachkenntnisse und häufig auch ein Empfehlungsschreiben eines Professors. Die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen sollte frühzeitig geschehen, da Bewerbungen für das ERASMUS-Stipendium nur einmal im Jahr stattfinden. Über die Bewerbungsfristen informiert das hochschuleigene ERASMUS-Büro.

Nominierung und Anmeldung an der Partneruniversität

Mit der Zuteilung eines ERASMUS-Studienplatzes wird man von der Heimatuni auch gleichzeit an der Partneruni in Spanien nominiert. Anschließend muss man sich noch persönlich bei der Gastuni anmelden. Die Universitäten in Spanien bieten dazu verschiedene Verfahren an. Einige ermöglichen eine Online-Einschreibung, bei anderen wiederum muss die Bewerbung nochmals schriftlich erfolgen.

Wichtige Dokumente

Hat man einen Studienplatz im ERASMUS-Programm zugewiesen bekommen, gilt es an einige Dokumente zu denken, um die finanzielle Förderung und Anerkennung des ERASMUS-Auslandssemesters zu gewährleisten. ERASMUS-Studenten in Spanien werden mit einem Betrag zwischen 150 und 200 Euro bezuschusst.

  • Learning Agreement
    Das Learning Agreement ist der Studienvetrag zwischen der Heimatuni, der Gastuni und dem Studenten. In ihm werden in Abstimmung mit dem Fachbereichsleiter der Heimatuni die zu besuchenden Lehrveranstaltungen und die Anerkennung der in Spanien erworbenen Studienleistungen festgehalten.
  • Certificate of Arrival
    Das Certificate of Arrival ist eine Bestätigung der Partneruni über die Ankunft des Studenten. Es muss gleich zu Beginn des ERASMUS-Auslandssemesters von den Koordinatoren der spanischen Uni unterschrieben und und an die Uni in Deutschland geschickt werden.
  • Letter of Confirmation oder Certificate of Departure
    Der Letter of Confirmation bzw. das Certificate of Departure ist eine Bestätigung der Partneruni über den absolvierten Studienaufenthalt. Diese wird am Ende des ERASMUS-Aufenthalts ausgestellt und muss nach Rückkehr der deutschen Uni vorgelegt werden.
  • Transcript of Record
    Das Transcript of Record ist eine Auflistung aller im Auslandssemester erbrachten Studienleistungen. Es muss vom ERASMUS-Koordinator an der spanischen Partneruni unterschrieben werden und ist der Nachweis für dir Anerkennung der Studienleistungen. Den einzelnen Fächern werden dabei ECTS-Punkte zugewiesen. Das European Credit Transfer System (ECTS) ermöglicht den Vergleich der deutschen und spanischen Studienleistungen und ermöglicht die Anrechnung dieser an der deutschen Heimatuni.

Urlaubssemester

Bevor es zum Studium mit ERASMUS nach Spanien geht, sollte man sich noch überlegen, ob man an der deutschen Hochschule ein Urlaubssemester für den Zeitraum des ERASMUS-Auslandssemesters einlegen möchte. Bei einem Urlaubssemester ruht das Studium. Nach dem Auslandsaufenthalt geht es dann weiter, ohne dass die Semester an der Heimatuni weitergezählt wurden. Der Vorteil ist, dass man als Student in diesem Zeitraum dann auch keine Studien- und Prüfungsleistungen an der eigenen Uni erbringen muss. Nicht jeder Studenten braucht ein Urlaubssemester einlegen, bevor er ein Auslandssemester absolviert. Der Studiengangskoordinator hilft hier bei der Entscheidung weiter. Die Beantragung des Urlaubssemester erfolgt beim Studiensekretariat. Hierfür muss der Antrag vorgelegt werden und auch die ERASMUS-Bestätigung.

Auslandsbafög

Wer neben der ERASMUS-Förderung eine Finanzspritze für den Auslandsaufenthalt braucht, der kann zusätzlich Auslands-BAföG beantragen. Auslands-BAföG kann dabei jeder beziehen. Wer bereits Inlands-BAföG bekommt, wird auch beim seinem Auslandsaufenthalt unterstützt werden. Aber auch wer noch kein BAföG bezieht, hat die Möglichkeit, dieses für sein Auslandssemester in Spanien zu bekommen. Der Antrag wird beim für Spanien zuständigen Studentenwerk Heidelberg gestellt. Die Bearbeitung des Antrags kann einige Monate dauern. Um sicher zu gehen, dass man gleich zu Beginn des Auslandsaufenthaltes das Geld bekommt, sollte der Antrag mindestens vier Monate im Voraus gestellt werden.

Bildungskredit, ein Stipendium oder eine private Förderung bieten weitere Möglichkeiten sein Auslandsstudium zu finanzieren.

GoEuro: ERASMUS-Auslandssemester in Spanien - Die imposante Kathedrale von Salamanca - Wikimedia Commons: Alurín

Die imposante Kathedrale von Salamanca – Wikimedia Commons: Alurín

Leben und Lernen in Spanien

Spanien mit seinem guten Wetter und den wundervollen Stränden vermittelt Urlaubsflair. Nicht zuletzt deswegen zieht es zahlreiche ERASMUS-Studenten in das Land auf der Iberischen Halbinsel. Am beliebtesten bei den Studenten sind die Städte Barcelona, Madrid, Valencia, Granada und Salamanca.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten in Spanien sind generell etwas günstiger als in Deutschland, wobei das vor allem abhängig von der Stadt ist, in der man sein ERASMUS-Semester verbringen möchte. In Städten wie Barcelona und Madrid ist das Leben sogar etwas teurer als in Deutschland. Am günstigsten ist es wiederum im Süden Spaniens. Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) schätzt die monatlichen Lebenshaltungskosten ohne Studiengebühren auf 650 bis 1.000 Euro. Dazu zählen Unterkunft, Verpflegung, Studienmaterial, Fahrtkosten und sonstige Ausgaben.

  • Wohnen in der WG
    Unterkunftsmöglichkeiten für das Auslandsstudium gibt es in allen Städten reichlich, jedoch bewegen diese sich auf unterschiedlichen Preisniveaus. Je nach Stadt, Lage und Ausstattung variieren die Preise sehr stark. So liegen die Mietkosten für ein Zimmer zwischen 200 und 500 Euro. Am teuersten ist es in Barcelona und Madrid. Es ist sinnvoll, sich vorab mit dem Wohnungsmarkt und den Besonderheiten der jeweiligen Stadt vertraut zu machen. In Barcelona z.B. wird unterschieden zwischen Zimmern mit Exterior-Fenstern (zur Straße hin) oder Interior-Fenstern, die meist nur in einen kleinen Lichthof zeigen. Bei der Suche eines preiswerten WG-Zimmers in Spanien helfen die Internetseiten www.idealista.com, www.loquo.com und www.pisocompartido.es. Hilfestellungen gibt es auch in zahlreichen speziellen ERASMUS-Gruppen auf Facebook. Schon von zu Hause aus kann man sich hier informieren. Ein Zimmer findet sich aber immernoch am Besten, wenn man vor Ort ist. Man sollte sich daher überlegen ein paar Tage vor Semesterbeginn anzureisen, sich in einem Hotel oder Hostel einzuquatieren und dann von dort aus nach einer Bleibe zusuchen. So kann man das Zimmer und die Wohnung vor dem Einzug begutachten und lernt auch schon mal die potentiellen Mitbewohner kennen.
  • Wohnen im Wohnheim
    Eine weitere beliebte Unterkunftsmöglichkeit sind Studentenwohnheime. Die spanischen Wohnheime unterscheiden sich dabei etwas von denen in Deutschland. Es gibt neben Einzel- auch Mehrbettzimmer und zusätzlich wird ein hotelähnlicher Service mit Halb- oder Vollpension und Wäscheservice angeboten. Einen Platz im Wohnheim beantragt man beim Ofina de Relaciones Internacionales an der spanischen Hochschule.
GoEuro: ERASMUS-Auslandssemester in Spanien - Sonne, Sand und Meer - Flickr: Basilievich

Sonne, Sand und Meer – Flickr: Basilievich

Land und Leute entdecken

Egal wo in Spanien man sein Auslandssemester verbringt, es gibt immer viel zu entdecken und die nächste Sehenswürdigkeit ist nicht weit entfernt. Zudem bietet jede Gegend ihre eigenen Kultur- und Naturschätze, die es bei einem Wochenendausflug oder Tagestrip zu entdecken gibt.

  • Spanisches Festland
    Das spanische Festland bietet eine beeindruckende Natur- und abwechslunsgreiche Kulturlandschaft. Städte wie Barcelona, Madrid, Sevilla, Bilbao, Gibraltar und Alicante sollten auf jeden Fall besucht werden, aber auch im Hinterland, abseits der großen Städte gibt es viel zu entdecken. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes gehören die Sagrada Familia in Barcelona, die Alahambra von Granada, der Königspalast Palacio Real in Madrid, der Jakobsweg und die Kathedrale von Santiago de Compostela, das Kloster von Montserrat und die maurische Alcazaba Festung in Málaga. Naturhighlights sind die Naturparks Ordesa y Monte Perdido und Fragas do Eume, die Höhle von Altamira, die Sierra Nevada.
  • Strände
    Entlang der spanischen Küste findet man zahlreiche wunderschöne Badestrände, nicht zuletzt deswegen ist Spanien ein beliebtes Reiseland. Einige der beliebtesten Stränden sind die Küste von Valencia, die Costa Blanca bei Alicante, die Costa Dorada bei Tarragona, die Costa del Sol bei Málaga, die Costa de la Luz bei Cádiz und die Costa Brava bei Girona.
  • Balearen
    Die Balearen sind eine Inselgruppe im westlichen Mittelmeer. Zu ihnen zählen die Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Die Landschaft auf den Inseln ist bergig und ähnelt der Gegend um Gibraltar auf dem spanischen festland. Alle Inseln sind ebenfalls ein beliebtes Badeziel mit einer Vielzahl an Badestränden. Die bei Deutschen beliebteste Insel ist Mallorca mit der Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Hauptattraktion ist hier die Kathedrale La Seu. Sie zählt zu den schönsten Kirchen der Welt und ist das größte Gebäude in Palma.
  • Kanaren
    Die Kanaren zählen ebenfalls zu Spanien. Sie liegen etwa 100 Kilometer vor der marrokkanischen Grenze im Atlantik und somit über 1.000 Kilometer entfernt vom spanischen Festland. Die sieben Hauptinseln der Inselgruppe sind Gran Canaria, Fuerteventura, Teneriffa, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs und verfügen über eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Und dennoch unterscheiden sie sich landschaftlich stark voneinander sowohl die Landschaft und Vegetation. Gran Canaria bietet unzählige Sandstrände und das perfekte Klima für einen entspannten Badeurlaub. Museen und Diskotheken bieten Unterhaltung pur. Ruhiger geht es auf der nicht so dicht besiedelten Insel Fuerteventura zu, die ebenfalls mit weitläufigen Sanstränden punkten kann. Lanzarote besteht überwiegend aus Lava und die Landschaft ist relativ karg, aber dennoch faszinierend. Die Insel hat nur wenige Strände zu bieten, die Farben des Sandes an den Stränden reichen jedoch von Weiß bis Schwarz. Auf Teneriffa, der größten der Kanareninseln, befindet sich der höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide. Die Besonderheit der Insel: hier herrschen mehrere Klimazonen. Kleiner und nicht so touristisch sind die Inseln La Palma und La Gomera, die mit einer üppigen Vegetation begeistern. Die kleinste Insel ist El Hierro. Sie ist nur 278 Quadratkilometer groß und die Hälfte davon stehen unter Naturschutz.
  • Reisen mit dem Bus
    Das Liniennetzt der Fernbusse in Spanien ist sehr gut ausgebaut und man kann zu relativ günstigen Preisen zu vielen Orten im Land und sogar nach Portugal reisen. Verbringt man sein ERASMUS-Auslandssemester im Süden Spaniens, bietet sich sogar ein Wochenendausflug mit Bus und Fähre nach Marokko an. Der größte Busanbieter in Spanien ist Alsa.
  • Reisen mit dem Zug
    Man kann das Land auch mit den Zügen des spanischen Bahnunternehmens Renfe erkunden. Allerdings ist das Schienennetz hier nicht ganz so gut ausgebaut wie das Busnetz und es gibt nur wenige Direktverbindungen. Bei vielen Überlandverbindungen muss man in der Hauptstadt Madrid im Zentrum des Landes umsteigen.
  • Reisen mit dem Flugzeug
    Innerhalb Spaniens gibt es ein großes Angebot an Billigflügen, vor allem zu den Balearischen und Kanarischen Inseln. Aber auch wer vom Norden in den Süden oder umgekehrt reisen will, kann gute Flugangebote finden.
GoEuro: ERASMUS-Auslandssemester in Spanien - Maurische Geschichte von seiner schönsten Seite in der Alhambra in Granada - Flickr: Julián Rejas De Castro

Maurische Geschichte von seiner schönsten Seite in der Alhambra in Granada – Flickr: Julián Rejas De Castro

Handy

Die beste Möglichkeit als ERASMUS-Student in Spanien erreichbar zu bleiben, ist die Anschaffung einer spanischen SIM-Karte. Angebote gibt es von zahlreichen Anbietern, z.B. von Pepephone, Yoigo oder Happy Móvil. Und die Anschaffung lohnt sich von Beginn an, denn schon bei der Wohnungssuche ist man wesentlich erfolgreicher, wenn man die Leute direkt anruft, auf Emails wird kaum geantwortet.

Bankkonto

Eine wichtige Frage bei einem Auslandssemester ist, wie man in Spanien am besten an sein Geld kommt. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Konto bei einer deutschen Bank
    Einige deutsche Banken bieten ihren Kunden die Möglichkeit auch im Ausland mit einer EC- oder Kreditkarte kostenlos Geld abzuheben. Die Deutsche Bank beispielsweise hat in zahlreichen spanischen Städten Filialen. Besitzt man ein Konto bei der Deutschen Bank, kann man dort mit seiner EC-Karte kostenlos Bargeld abheben. Eine weitere Möglichkeit bietet die Visa-Kreditkarte der DKB, mit der man weltweit an Geldautomaten kostenlos an Geld kommt.
  • Konto bei einer spanischen Bank
    Natürlich kann man für den Zeitraum des ERASMUS-Auslandssemesters auch ein Konto bei einer spanischen Bank eröffnen. Ein kostenloses Konto wird z.B. bei der Banco Santander angeboten.

Spanische Bürokratie

EU Bürger dürfen sich 90 Tage lang in Spanien aufhalten. Bei Aufenthalten, die diesen Zeitraum überschreiten, ist eine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt, dem Ayuntamiento, notwendig. Mit dieser Anmeldung wiederum muss beim Ausländerbüro, dem Oficina de Extranjeria, eine Aufenthaltserlaubnis beantrag werden, die sogenannte Número de Identidad de Extranjero oder NIE.

Krankenversicherung

Für das ERASMUS-Auslandssemester muss nicht unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Da die Krankenkassen in Deutschland am europäischen Sozialversicherungsabkommen teilnehmen, gilt die eigene Versicherungskarte auch im EU Ausland. Damit die Karte auch in Spanien akzeptiert wird, muss aber auf der Rückseite “Europäischen Krankenversicherungskarte” vermerkt sein. Allerdings umfasst dieser Versicherungsschutz nicht alle medizinischen Leistungen. Man sollte sich daher bei seiner Krankenversicherung individuell erkundigen und eventuell eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung in Erwägung ziehen.

Um für allen Eventualitäten gewappnet zu sein und sein ERASMUS-Aufenthalt in Spanien unbeschwert genießen zu können, empfiehlt es sich außerdem eine Unfallversicherung mit Auslandsschutz und eine private Haftpflichtversicherung mit Auslandsschutz abzuschließen.

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