Die Stadt ist neu und unbekannt. Das Licht, die Farben, die Gerüche, alles ist anders und aufregend. Und vor allem ist man weit weg von zuhause, weit weg von Alltag, Freundeskreis und Familie. Eine Reise ist immer auch eine Gelegenheit, jemand anders zu sein. Doch vielleicht ist dieser andere nicht immer so brav wie das normale Alltags-Ich. Manchmal kann dieser andere auch etwas über die Strenge schlagen. Dabei gibt es aber oft Überraschungen. Dinge, die man im eigenen Land für selbstverständlich nimmt, sind verboten. Die Höhe der Geldbußen ist doppelt so hoch wie in der eigenen Stadt. Um einen besseren Überblick zu vermitteln, was einen in der Fremde erwartet, hat GoEuro 18 europäische Metropolen anhand der Bußgelder von fünf Vergehen miteinander verglichen. Was ist wo erlaubt? Wie hoch sind die Geldstrafen? Hier wird verraten, wo die Ordnungshüter Milde walten lassen und wo man sich besser zusammenreißen sollte.

Geldbußen Europa

Quelle: GoEuro / Gutscheinsammler

Alkoholkonsum auf der Straße

Ein Bier auf dem Weg zum Club oder ein stilvolles Glas Wein beim Picknick im Park: In vielen Städten (Berlin, Bern, Wien, Brüssel, Kopenhagen, Reykjavik, Lissabon) ist dies überhaupt kein Problem. In anderen Städten wird das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit jedoch hart bestraft. Vor allem in Dublin (500 €), Rom (150 €) und Madrid (100-600 €) sind die Strafen ziemlich saftig.

Missachtung des Rauchverbots

Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist innerhalb Europas sehr unterschiedlich geregelt. Manche Städte verbieten das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, in anderen herrscht auch ein Rauchverbot in Kneipen und Restaurants. Unabhängig von der Art des Rauchverbots fallen die Strafen für die Missachtung vor allem in den nordischen Städten Stockholm (nur Wegweisung), Helsinki (Verwarnung), Reykjavik (35 €) aber auch in Budapest (Verwarnung) vergleichsweise milde aus. Hohe Geldbußen gibt es vor allem in Dublin (3.000 €), Lissabon (50-750 €), Madrid (30-600 €) und Rom (27-550 €) an.

Trunkenheit und Ordnungswidrigkeiten

Wer im betrunkenen Zustand für Ruhestörungen sorgt, Leute belästigt oder gar randaliert kann in Stockholm und Reykjavik in der Ausnüchterungszelle landen. Auch in anderen Städten sind kurze Aufenthalte hinter Gittern möglich (Berlin, Brüssel, Helsinki, Lissabon). Andere wiederum bestrafen das besoffene Randalieren mit hohen Geldbußen (Madrid, Wien, Warschau, Paris, Bern).

Geldbußen fürs Schwarzfahren

Als Kavaliersdelikt wird Schwarzfahren lediglich noch in Reykjavik betrachtet. In Budapest (26 €), Madrid (30 €), Prag (30 €) und Rom (55 €) sind die Strafen vergleichsweise günstig. In den meisten anderen Städten liegt die Strafe um die 100 €. Am schlimmsten trifft es jedoch Schwarzfahrer in London. Hier werden satte 1.311 € fürs Schwarzfahren fällig.

Öffentliches Urinieren

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet in Brüssel, der Stadt des Manneken Pis, öffentliches Urinieren relativ hart bestraft wird (60-350 €). Am höchsten fällt die Strafe jedoch in Rom aus. Wer sich in der Ewigen Stadt unrechtmäßig erleichtert, muss mit Geldbußen in Höhe von 5.000-10.000 € rechnen.

Und die Moral von der Geschicht…

Ganz ungeschoren kommt man in keiner Stadt davon. Vor allem in Reykjavik fallen die Strafen aber relativ milde aus. Zu den Law-and-order-Städten mit hohen Geldbußen gehören hingegen Madrid, Dublin und Rom. Am billigsten ist es aber natürlich immer noch, sich ganz einfach an die Regeln zu halten. Denn auch auf legalem Wege kann man in europäischen Städten ganz schön viel Spaß haben.

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