Midi-Pyrénées ist vielleicht nicht die bekannteste Region Frankreichs. Aber genau das könnte einer der Gründe sein, warum die Gegend zwischen dem französischen Zentralmassiv und den Pyrenäen so faszinierend ist: Midi-Pyrénées hat etwas Mystisches. Das mag auch an der sehr ursprüngliche Natur mit hohen Berggipfeln, weiten Wäldern und glasklaren Flüssen liegen. Wer die Region kennt, den erstaunt es auf jeden Fall nicht, dass es hier viele bekannte Pilgerwege, Wahlfahrtsorte und manchmal sogar Wunder (wie in Lourdes) gibt. Daneben ist Midi-Pyrénées aber auch ein Ort für sehr weltliche Genüsse wie Roquefort, Trüffel und Wein. Was ihr in dieser Gegend auf keinen Fall verpassen solltet, wird euch nachfolgend von unserer Reisebloggerin verraten.

Für alle spirituellen Abenteurer:
der Jakobsweg

von Kerstin, unterwegsundaufreisen

midi pyrenee

Must Sees:
Die Region Midi-Pyrénées auf nur drei tolle Dinge zu reduzieren fällt mir sehr schwer. Es gibt so viele bezaubernde Städte und Plätze mit herrlich mediterranem Flair. Unbedingt zu empfehlen ist das kleine, beschauliche Dörfchen Cordes-sur-Ciel. Spektakulär schon aus der Ferne auf einem Hügel zu sehen, versinkt man im Inneren der Stadt in einer anderen Welt. Hinter den Stadtmauern ist die Zeit stehen geblieben und man wandelt auf Kopfsteinpflaster vorbei an kleinen Läden, Boutiquen und Restaurants. Auch Albi – mit Sitz des katholischen Erzbischofs – ist sehenswert. Seit 2010 gehört die Altstadt, mit der Kathedrale Sainte-Cécile, der Kirche Saint-Salvi und dem Bischofspalast zum UNESCO Weltkulturerbe und kann an einem schönen Nachmittag zu Fuß bestens besichtigt werden. Kurz vor der spanischen Grenze liegt der weltweit meistbesuchte Wallfahrtsort: Lourdes. 1858 hatte ein vierzehnjähriges Mädchen hier eine Marienerscheinung und seitdem pilgerten Jahr für Jahr immer mehr Menschen nach Lourdes. Heute bestaunt man hier die Erscheinungsgrotte, die Quelle mit dem als wundertätig geltenden Wasser und die unterirdische Basilika Saint-Pie X die bis zu 25.000 Besucher fassen kann.

Kulinarisches:
Franzosen sind Genießer und hier darf gutes Essen auch etwas kosten. Ungewöhnlich für uns: Man isst spät und lang. Für den nicht ganz so kleinen Geldbeutel empfehle ich das 7 Gang Menü im Château de Salettes in Cahuzac-sur-Vère. Von Garnelen über Kalb bis hin zu Fisch aus der Bretagne und Schokoladenküchlein als Dessert ist Alles dabei. Dazu begleitende Weine und frische Croissants zu jedem Gang. Optisch und geschmacklich ein Schmaus den man sich, gerade im Urlaub, durchaus einmal gönnen sollte.

Aktivitäten:
Kultur und Natur verbinden sich in der Region Midi-Pyrénées hervorragend. Ganz klar ein Paradies für Wanderer, denn der Jakobsweg führt hier entlang und wird von über dreißig Baudenkmälern der UNESCO gesäumt. Was zu Fuß geht – geht natürlich auch mit dem Drahtesel. Radwandern oder klassische Radtouren bieten sich in der Region an, durch die auch Etappen der Tour de France führen. Der Canal du Midi, einer der reizvollsten Wasserwege der Welt, liegt direkt vor der Tür. Ihn erkundet man am besten mit dem Hausboot und kann dabei die Seele baumeln lassen.

Kultur und Sightseeing

von Chris Appleford, travellingapples

region midi pyrenees

“Irgendetwas ist immer los, ob es nun die Musiker auf den Straßen sind, Veranstaltungen auf dem zentralen Place du Capitole, Essen unter freiem Himmel, super Einkaufsmöglichkeiten oder Aktivitäten in den Parks. Was immer das Herz begehrt, Toulouse kann es wahrscheinlich bieten. Touristen freuen sich über eine Vielzahl von Attraktionen wie z.B. Museen, Kirchen, Ausstellungen, etc. Oder es macht euch genau wie uns einfach Spaß, in der Stadt herumzulaufen und dabei schöne Gebäude und charmante enge Kopfsteinpflaster-Gässchen zu entdecken.

Das tolle an Toulouse ist, dass es klein genug ist um alles ganz einfach zu Fuß zu erreichen. Wir liefen entlang der von Bäumen gesäumten Allée Forain-François Verdier und bogen dann beim Denkmal links in die Rue de Metz ein. Gleich hinter der Ecke, auf einer schmalen Seitenstraße zur Linken erscheint urplötzlich die riesige Kathedrale St. Etienne. Nach dieser hielten wir uns lieber auf den Seitenstraßen des Viertels, statt auf der größeren Rue de Metz. Les Carmes ist wahrscheinlich das schönste Viertel von Tolouse. Entlang der Kopfsteinpflaster stehen hier Gebäude aus dem 16. Jahrhundert mit pastellfarbenen Fensterläden und schweren hölzernen Türen – ein Symbol früheren und heutigen Wohlstands.

Die Basilika Basilique St. Sernin, mit ihrer hohen Turmspitze und dem achteckigen Turm, ist eine der besterhaltendsten Gebäude Frankreichs im romanischen Stil. Alles in allem ist es wirklich eine wunderschöne Gegend für einen Spaziergang. Von der Basilika gingen wir die Rue du Taur entlang direkt zur Haupt-Sehenswürdigkeit der Stadt, dem Place du Capitole. Hierbei handelt es sich um einen eindrücklichen großen Hauptplatz der von bemerkenswerter Architektur umgeben ist. Das Stadthaus (oder auch Capitole) ist 128 m lang und wurde in den 1750er Jahren erbaut. Genau wie die meisten anderen Gebäude der Stadt ist es wunderschön und allein schon durch seine Größe sehr beeindruckend. Hier ist das Théâtre du Capitole untergebracht, eines von Frankreichs angesehendsten Opernhäusern. Wer also ein Nacht voller Kultur und musikalischer Kunst erleben will ist hier genau richtig.

Der Jardin Des Plantes, der 200 Jahre alte botanische Garten ist ein großartiger Ort für Kinder, da er über Kinderspielplätze für alle Altersgruppen verfügt. Auch Ponyreiten und Autoskooter wird hier angeboten, während wir lieber den Hähnen bei der Futtersuche zuschauten. Aber natürlich gibt es hier auch unzählige Gelegenheiten zum Essen und Trinken. Hier kann man sich, nachdem man den ganzen Tag umhergelaufen ist, endlich Hinsetzen und Entspannen.”

 

Mit der Kamera unterwegs in Toulouse

von Dale Davies & Franca Calabretta, angloitalianfollowus

Region Midi Pyrenees

“Die Architektur der unterschiedlichen Wahrzeichen haben alle einen rot und pinken Farbton, der einfach einzigartig ist. In Toulouse sollte man sich am besten mit einer Kamera in der Hand verirren. Nachdem wir dort angekommen sind, haben wir unsere Taschen abgestellt und uns direkt auf den Weg gemacht um die Stadt zu erkunden. Im Stadtzentrum angekommen, fanden wir uns umgeben von unterschiedlichen Gebäuden, die von der Architektur nicht unterschiedlicher hätten sein können. Man spürt regelrecht die Geschichte der Stadt wenn man von einer Ecke zur anderen schlendert und den kurvenförmigen und unregelmäßigen Straßenverlauf folgt, die wie so viele Städte in Europa vom Mittelalter geprägt sind.

Beim Durchschlendern, spüren wir im ersten Moment den Beat der lebendigen Stadt, während wir im nächsten Augenblick das Gefühl haben ganz alleine zu sein. Nachdem wir unsere Entdeckungstour fortsetzen, wächst unsere Begeisterung für Toulouse mehr und mehr und wir sehen ein atmenberaubendes Gebäude hier, ein überwältigends Gebäude dort und sogar umwerfende Straßenkunst im Eingangsbereich eines alten geschlossenen Fotoshops.

Eines der größten Architektur Fundstücke, über das wir zufällig gestolpert sind, ist die Cathédrale Saint-Étienne de Toulouse. Wahrscheinlich eines der ungewöhnlichsten Kirchen, die wir jemals in Europa gesehen haben. Das Design der Kathedrale entstand nicht aus einem einzigen Plan sondern durch die Kombination von zwei Kirchen, von denen keine vollständig errichtet war, und ist heute die Kathedrale von Toulouse.”

Die Region Midi-Pyrénées hat vieles zu bieten und ist mit der Stadt Toulouse Teil der Europameisterschaft 2016. Für alle, die noch weitere Informationen zur Europameisterschaft und den Gastgeberstädten haben wollen, haben wir einen Guide mit allen Gastgeberstädten zusammengestellt.

Erhalte Insidertipps von Locals auf Facebook:

Facebook locals GoEuro

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn