Auch wenn es jetzt langsam kalt wird, ist das kein Grund, Trübsal zu blasen – der Winter ist eine wunderbare Jahreszeit, denn dann kann man endlich wieder nach Herzenslust Ski fahren, Snowboarden und sich einfach am herrlichen Schnee freuen, der alles in ein majestätisches Weiß taucht. Wir haben für euch 10 Ski-Ressorts ausgesucht, in denen garantiert jeder Spaß haben wird – Da kann der Winter ruhig kommen.

Für Einsteiger

Méribel, Coeur des trois Vallées/Frankreich

GoEuroDie 10 besten Ski-Ressorts

Flickr/leo-setä

Mit insgesamt 600 Pistenkilometern ist das Gebiet um Trois Vallées und Meribel eines der größten zusammenhängenden Ski-Ressorts der Welt. Viele der Strecken, etwa 66 von insgesamt 330 sind dabei sehr gut für Anfänger geeignet, und 180 Lifte bringen wirklich jeden an sein Ziel. Auch wer Langlauf oder ganze Skiwanderungen plant, kommt auf 130 Kilometern Cross-Country-Tracks voll auf seine Kosten. Besonders für Anfänger zu empfehlen sind die Pisten um Altiport und Rond Point, La Sitelle, Le Rossignol und Le Doron. Zahlreiche Ski- und Snowboardschulen stellen sicher, dass auch wirlich jeder im Schnee zufrieden ist.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): Erwachsene 39 Euro, Kinder 27 Euro, Senioren 33,50 Euro. Bereits ab etwa 11 Euro kann man in Meribel Ski ausleihen.
  • Wetterbedingungen: In der Saison, die von November bis April geht, sinken die Temperaturen selten unter 0 Grad. In den Wintermonaten regnet es leider auch verstärkt.
  • Schwierigkeitsgrad: 312 der 600 Kilometer Piste im Trois Vallées sind als “einfach” ausgeschildert, 216 km “mittel” und 78 km “schwer”.
  • So kommst du hin: In der weiteren Umgebung um Meribel gibt es vier Flughäfen, also ist der Ort auch perfekt für einen Ski-Kurzurlaub.

Gut und Günstig

Bad Lauterberg/Heibek/Deutschland

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Flickr/Jan Tik

Wer Ski fahren will, aber nicht zu viel Geld ausgeben, der ist hier richtig, denn ein Tagespass für den Skilift ist hier ab 10 Euro erhältlich. Das Ressorts ist mit 600 Pistenmetern sehr klein, aber fein. Die Saison startet, sobald der erste Schnee gefallen ist. Gerade für einen Tagesausflug oder einen Kurzurlaub eignet sich Bad Lauterberg/Heibek hervorragend.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): ab 10 Euro. Der einzige Ski-Verleih am Ort ist Zweirad Busche in der Hauptstraße 18, 37431 Bad Lauterberg im Harz, Tel. 05524 3627, info‎@‎zweirad-busche.de, www.zweirad-busche.de
  • Wetterbedingungen: Durchschnittstemperaturen von 2 bis -2 Grad in der Saison von November bis April. In dieser Jahreszeit bis zu fünf Sonnenstunden täglich, aber auch verstärkt Regentage möglich.
  • Schwierigkeitsgrad: 500 der 600 Meter Piste sind auf einem Anfängerlevel, nur 100 Meter sind als “mittelschwer” ausgeschildert.
  • So kommst du hin: Aus nördlicher bzw. südlicher Richtung kommend ist die A7 die beste Wahl. Kommst du aus östlicher Richtung, probiers mit der B 80. Diverse Zugverbindungen gibt es auch.

Familienfreundlich

Avoriaz/Frankreich

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Flickr/SkiStar

Disneyfiguren sorgen im Kinderdorf für Unterhaltung und bringen den Kleinen das Skifahren bei, es gibt einen Wasserpark und 650 Pistenkilometer, aber keine Autos -Avoriaz ist für einen Familien-Skiulaub geradezu ideal. Einer der fünf Snowparks der Region ist sogar eigens für Kinder eingerichtet worden, und der Profi-Park hat ein Luftkissen, um nach Sprüngen eine sanfte Landung zu garantieren. Die Gegend ist aufgrund ihrer Höhenlage ganz besonders schneesicher – aber sollte das Wetter einmal doch zu schlecht sein, werden die Kleinen im Kinderdorf betreut, während Eltern sich entspannen oder selbst Ski-Kurse besuchen können.

 

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): 50 Euro für Erwachsene, Kinder 36 Euro. Für etwa 100 Euro die Woche kann man Ski mieten.
  • Wetterbedingungen: Jede Saison fallen durchschnittlich acht Meter Schnee, aber gerade in den tieferen Regione kann es häufiger regnen. Sonst viel Sonne.
  • Schwierigkeitsgrad: 57 Prozent der Strecken sind für Anfänger geeignet, der Rest sind mittleschwere und schwere Pisten.
  • So kommst du hin: Die Flughägen von Genf bzw. Lyon sind 90 bzw. 200 Kilometer entfernt. Von beiden Airports fahren Shuttlebusse nach Avoriaz.

Längste Saison

Ruka/Finnland

Mit einer Saison von Oktober bis teilweise Juni ist Ruka eines der am längsten geöffneten Ski-Ressorts weltweit – mindestens 200 Tage lang. Es ist auch das größte Ressort in Lappland und bietet für jede Niveaustufe Pisten -die man auch nachts nutzen kann,nämlich jeden Freitag von 19-23 Uhr. Das Ressort behauptet stolz von sich selbst, das “schneesicherste” in ganz Europa zu sein – wenn es keinen Naturschnee gibt, dann helfen eben Schneekanonen aus. Von Oktober bis Februar erwartet Besucher aber noch ein ganz anderes, sprichwörtliches Highlight: In Ruka kann man die Nordlichter beobachten.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): Erwachsene 49/52 Euro, Kinder 42/44 Euro. Mitepreise für Ski bei 34 Euro für Erwachsene, Kinder bis 11 Jahre 21 Euro, VIP-Miete (übertragbar) 42 Euro
  • Wetterbedingungen: Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 4 und -15 Grad, wobei es gerade im Winter nur wenige Sonnenstunden gibt. 27 Strecken sind jedoch beleuchtet.
  • Schwierigkeitsgrad: 20 km Piste sind für Anfänger geeignet, der Rest der Strecken ist mittel- bis schwer.
  • So kommst du hin: Von Helsinki in einer Stunde zum Kuusamo Aiport und von dort mit dem Shuttlebus direkt vors Hotel.

Für Snowboarder

Laax/Schweiz

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Flickr/Bob Bob

235 Pistenkilometer, 43 Kilometer Freeride-Routen, vier Snow Parks mit Kickern, Rails, Wallrides und Boxes für alles Niveaustufen – Laax ist ein Paradies für Snowboarder und beliebter Szenetreff für Freestyler. Im Skibereich gibt es bereits die mit 140 Metern längste Halpipe ganz Europas, doch das soll diese Saison noch übertroffen werden: dan nämlich ist die Eröffnung der Superpipe geplant, die mit 200 Metern die längste auf der ganzen Welt wäre. Auf bis zu 3000 Höhenmetern geht s hier ab November los.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): 50 Euro für den Liftpass, 42 Euro für Equipment (Durchschnittspreis)
  • Wetterbedingungen: Von 7 bis -5 Grad in der saison von November bis April, meist sonnig.
  • Schwierigkeitsgrad: Viele Strecken für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene und Profis.
  • So kommst du hin: Von Zürich aus 90 Minuten mit dem Auto, von München aus etwa drei Stunden. Alternativ mit dem Flughafenshuttle.

Für echte Profis

Mayrhofen, Zillertal/Österreich

Die fünf Skigebiete Hintertuxer Gletscher, Eggalm, Rastkogel, Penken Finkenberg und Penken Mayrhofen, bieten 198 Pistenkilometer, und dabei sind einige echte halsbrecherishe Abfahrten: Die Harakiri-Strecke etwa fällt auf einem Kilometer um 78 Prozent ab, man fällt also mehr den Berg runter als das man fährt. Die Seite “Skiresort.de” hat den Hintertuxer Gletscher 2011 zum besten “Gletscherskigebiet weltweit” gewählt, und man kann auch auf den Schlitten umsteigen, wenn man genug vom Skifahren hat: Die Schlitten-Strecke Gerlossteinwand ist ganze  sieben Kilometer lang.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): Erwachsene 48,50 Euro, Kinder 21,50 Euro. Verschiedenste Läden bieten zu unterschiedlichen Preisen Equipment.
  • Wetterbedingungen: Schnegarantie von Dezember bis April, der Hintertuxer Gletscher ist sogar das ganze Jahr befahrbar.
  • Schwierigkeitsgrad: In Hintertux, Eggalm und Rastkogel vor allem mittelschwere Strecken, aber auch viel für Anfänger.
  • So kommst du hin: Der Flughafen Innsbuck ist 70 Kilometer entfernt, der Münchner Airport 190 Kilometer. Mit dem Auto über die A12 (Inntalautobahn).

Après-Ski extrem

St. Anton am Arlberg/Österreich

Nicht nur bekannt für seine 120 Pistenkilometer, sonder vor allem für sein berüchtigstes Nachtleben. Hier kann man an jedem tag der Woche abens ausgehen und zum Beispiel zu kubanischer Musik tanzen oder in österreichisch-internationalen Restaurants feiern. Besonders berühmt sind der “Mooserwirt”, das “Krazy Kanguruh” und die “Sennhütte”, aber es gibt noch zahllose weitere. Die Ski-/Partysaison geht vom 5.12.2014 bis zum 26.04 2015. Die meisten Strecke sind anfänger-geeignet, also kein Grund zur Sorge, wenn man mal den ein oder anderen Drink zu viel hatte.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): 49,50 pro Tag, access all areas: St. Anton, St. Christoph, Stuben, Klösterle/Sonnenkopf, Pettneu, Lech, Oberlech, Zürs, Warth, Schröcken. Materialmiete zwischen 27 und 42 Euro.
  • Wetterbedingungen: Von 7 bis -5 Grad im Winter, meist sonnig. Im November z.B. durchschnittlich nur zwei Regentage
  • Schwierigkeitsgrad: 54 von 121 Pistenkilometern sind anfängergeeignet, kostenloser Speetest im lokalen Snowpark.
  • So kommst du hin: Über die Arlberg-Schnellstraße (Bludenz-Landeck) nach St. Anton. Von dort bringen dich fünf Bahnen direkt auf die Piste.

Abseits der ausgetretenen Pfade

Kvitfjell, Norwegen

Mit nur 29 Pistenkilometern dennoch eines der größten Skiressorts in Norwegen. Die längste Strecke beträgt zwar nur vier Kilometer, allerdings überwindet man dabei 854 Höhenmeter. Sofern es nicht schon früher schneit, werden die Pisten bereits im Oktober künstlich beschnet, die Saison geht dann bis Ende April. Die Piste Olympiabakken ist die schwierigste in ganz Norwegen und wurde für die Winterolympiade 1994 im nahegelegenen Lillehammer gebaut.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): 46,50 Euro Erwachsene, Kinder und Senioren 37 Euro. Viele mehrtägig gültige Tickets kaufbar.
  • Wetterbedingungen: Von 1 bis -12 Grad kann in der Saison alles passieren, 90 Schneekanonen sorgen notfalls jederzeit für weiße Pracht.
  • Schwierigkeitsgrad: Alles von Anfänger bis Profi vorhanden.
  • So kommst du hin: Von Oslo aus mit dem Flugzeug (+- zwei Stunden) bzw. mit dem Auto (ca. sechs Stunden).

Am besten gelegen

St.Moritz/Corviglia-Marguns

Von Suvetta über St. Moritz bis Celerina hat diese größte Skiregion im Engadin 162 Pistenkilometer und 22 Lifte, die pro Stunde bis zu 30 000 Menschen befördern könnten. Das Gebiet liegt auf bis zu 3000 Metern Höhe, ist also schneesicher, wofür im Notfall 170 Schneekanonen sorgen können. Die meisten Hotels befinden sich direkt neben den Skipisten, es gibt für jeden Schwierigkeitsgrad etwas. Die Anfahrt per Auto empfiehlt sich besonders, da man meist direkt neben der Piste parken kann.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): ab 29 Euro, Angebote bis zu 30-Tages-Karten. Equipment über zahlreiche Verleihen.
  • Wetterbedingungen: Während der Saison (November-April) 3 bis -12 Grad, wegen der Höhenlage sehr hohe Chancen auf Natur-Schnee.
  • Schwierigkeitsgrad: Mittelschwere Strecken dominieren hier, alle Niveaus verfügbar. Auf der längsten Piste überwindest du 1200 Höhenmeter.
  • So kommst du hin: Aus dem Unterengadin oder Savognin über die A12.

Höchste Schneewahrscheinlichkeit

Levi, Finnland

Finnland größtes Ski-Ressort zählt über 200 Schneetage im Jahr und bietet dir auf insgesamt 230 Pistenkilometern 27 Lifts und 43 verschiedene Abfahrten. Sogar Stars und Sernche kommen gerne hierher, und so verfügt das 800-Seelen-Nest über mehr als 20 000 Betten. Levi liegt nördlich vom Polarkreis, deshalb garantieren die Temperaturen hier fast schon gute Bedingungen für den Wintersport.

  • Kosten (Liftpass-Tageskarte und Equipment): 40,50 Euro Erwachsene, 22,50 Euro Kinder. Equipment über zahlreiche Shops erhältlich.
  • Wetterbedingungen: Bis zu -15 Grad und über 200 Schneetage im Jahr garantieren ein tolles Wintererlebnis.
  • Schwierigkeitsgrad: Die meisten Pisten sind als “mittelschwer” eingestuft, aber es gibt auch Anfängerpisten mit insgesamt 16 Kilometern Länge.
  • So kommst du hin: Von Helsinki aus mit dem Flugzeug in etwa einer Stunde.

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