13. Januar 2014

“Unpacking Travel” ist unser Wochenrückblick auf die Reisewelt. News zur Reise- und Transportbranche, Reiseblogs und die Beiträge der Reiseredaktionen finden hier noch einmal Beachtung. Unser Wochenrückblick bringt etwas Übersicht in die neusten Trends und Ereignisse Rund um die Themen “Transport und Reisen”.

Kalenderwoche 3. Mit dem Thalys Schnellzug für € 29,00 von Deutschland nach Paris. So schnell kann es gehen. Irgendwie geht es aber meistens langsamer. Gerade jetzt am Anfang des neuen Jahres lässt man die Dinge eher ruhig angehen. Phillip Laage von runtravelgrow.de hat einen weiteren Bericht über den Oman veröffentlicht, der auch die interessante jüngere Entwicklung des Sultanats beschreibt. Ihm gefällt besonders, dass man noch unter Palmen entspannen kann, weil der Turbokapitalismus trotz Modernisierung nicht am Türsteher vorbei gekommen ist (auch auf Reisedepeschen).

In Bangkok wird noch immer gegen die Regierung demonstriert. Wie sich das auf den Tourismus auswirkt und wie die Touristen damit umgehen, lässt sich auf Spiegel-Online nachlesen. Natürlich sind die klassischen Thailand Backpacker viel zu entspannt, als dass sie sich von einem kleinen Putsch aus der Ruhe bringen ließen:

“Ich halte das größtenteils für Panikmache”, sagt der Berliner Tourist Henning Buse. Er habe schon Schlimmeres erlebt: “Ich war schon mal in China, als die Seuche Sars ausgebrochen ist, und bin auch geblieben.”

Breaking Bad hat nicht nur Crystal Meth zu neuer Beliebtheit verholfen sondern auch der US-Stadt Albuquerque, in der die Serie spielt. Dort ist es jetzt nicht mehr so ruhig. Das britische Fremdenverkehrsamt hat einen unfassbar rückständigen Bericht mit stereotypen Beschreibungen zu den verschiedenen Touristennationen veröffentlicht. So heißt es beispielsweise über Touristen aus Hongkong: „Traditionelle Unterkünfte können von ihnen als gruselig wahrgenommen werden. Eine Übernachtung in einem altmodischen Landhaus-Hotel kann Ängste vor unerwünschten Geister-Begegnungen auslösen. Himmelbetten werden als gruselig empfunden.“ Willkommen im 21. Jahrhundert… Gar nicht so einfach da noch ruhig zu bleiben, insbesondere weil deutsche Touristen sowieso aggressiv sind.

Die Überschrift der Woche, sonst häufig lustig, diesmal bitterer Ernst:

Sansibar – Delfine im Stress

Wer die nötige mentale Stärke mitbringt, kann sich darüber informieren, wie verrückte Touristen den armen Tieren das Leben zur Hölle machen – Wissenschaftler haben’s herausgefunden. Hoffentlich verstehen die Menschen vor Ort bald, wie wichtig den Tieren ihre Ruhe ist.

Die Übernachtungen in Deutschland haben im letzten Jahr ein Rekordhoch erreicht. Der Tourismus boomt. Insbesondere weil die Chinesen immer mehr reisen. Wird es also mit der Geruhsamkeit bei uns vorbei sein? Es bleibt spannend. Patrick von 101Places hat einen Bericht über das Berufsbild des Reisebloggers veröffentlicht und geht ganz nüchtern auf das Spannungsfeld zwischen Geldverdienen und Sich-selbst-treu-bleiben ein.

Schaut nächste Woche ruhig wieder vorbei und vergesst bei aller Ruhe nicht:

“Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.”

Karl Lagerfeld

Die englische Version von Unpacking Travel setzt den Fokus auf die angelsächsische Reisewelt und enthält weitere interessante Artikel, Links und Nachrichten der letzten Woche.

Gefällt dir unser neues wöchentliches Format “Unpacking Travel”? Dann lass es uns wissen! Oder vielleicht hast du Vorschläge was man noch verbessern kann, Anmerkungen jeder Art. Finde uns auf Twitter @GoEuro oder mit dem Hashtag #unpackingtravel.

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